| Hessischer Bildhauermeister stellt in Paris aus |
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| Mittwoch, 24. November 2010 um 07:02 Uhr | ||
Hofbieber/Paris (dpa/lhe) - Große Ehre für den Bildhauermeister Johannes Klüber aus dem osthessischen Hofbieber: Der 37-jährige Künstler stellt auf Einladung der Société Nationale des Beaux-Arts sein jüngstes Werk namens «Emilia» bei der «Art en Capital» in Paris aus. «Das ist die bedeutendste Veranstaltung der unabhängigen Kunstszene in Frankreich, die jährlich rund 2000 Künstler aus der ganzen Welt versammelt», sagte Klüber über die Schau, die vom 23. bis 28. November im Grand Palais zu sehen ist.
Die Skulptur «Emilia» ist aus italienischem Kastanienholz gefertigt, 2,20 Meter hoch und stellt einen Frauenkörper dar. Vor wenigen Tagen wurde davon in Berlin ein Bronze-Duplikat hergestellt, das zum Verkauf steht. Klüber schuf das Originalstück aus Holz bei einem viereinhalb Monate langen Aufenthalt in Tredozio in der Emilia- Romagna (Italien).
Im März reiste der dreifache Familienvater mit seiner Familie in das dortige Kloster Monastero in dem kleinen, 1300 Einwohner zählenden Ort. In einem Waldstück in der Nähe fand er auch das knapp 300 Jahre alte Stück Kastanie, das er mit Leihgaben und Werkzeugen der italienischen Gemeinde bearbeitete.
Klüber übernahm 1998 die väterliche Holzbildhauerwerkstatt in Hofbieber in der Nähe von Fulda. Er arbeitet nach eigenen Angaben überwiegend für Kirchen in der Region, aber auch für Firmen und Privatleute. Aufmerksam wurden Experten auf den Künstler durch seine freien Projekte mit den Namen «Geborgen» und «Ärmellos». Bei Ausstellungen im italienischen Forli und im französischen Vittel wurde er dafür in diesem Sommer bereits ausgezeichnet. Klüber lernte sein Handwerk an einer Bildhauerschule in Bischofsheim in der Rhön.
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