| Queen enthüllt Museumsdesign - Güldenes Kopftuch |
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| Freitag, 26. November 2010 um 06:45 Uhr | ||
Abu Dhabi (dpa) - Heimspiel für die Queen in den Vereinigten Arabischen Emiraten: Die britische Königin Elizabeth II. hat am Donnerstag ihren zweitägigen Besuch in den Emiraten fortgesetzt, wo London bei einigen Prestigeprojekten gut im Geschäft ist. Gemeinsam mit dem Herrscher von Dubai, Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktum, enthüllte sie das bislang streng geheim gehaltene Design für ein Museum, das dem verstorbenen Herrscher der Emirate, Scheich Said al-Nahjan, gewidmet ist.
Das sehr ungewöhnliche Gebäude, das bis Ende 2014 auf der Museumsinsel Saadijat entstehen soll, wurde von dem britischen Architekturbüro Foster + Partners entworfen. Experten des British Museum in London sollen die Araber bei der inhaltlichen Konzeption des Museums beraten.
Das Museum liegt auf einem kleinen Hügel, der von Palmen bewachsen ist. Die fünf Gebäudeteile ragen wie die Flügelfedern eines Falken aus dem Hügel heraus. Auf der Museumsinsel werden unter anderem auch ein Ableger des Guggenheim-Museums und des Pariser Louvre gebaut.
Die Monarchin, die das inzwischen durch Öl zu Reichtum gekommene Land zuletzt vor 31 Jahren besucht hatte, war am Mittwochabend gleich nach ihrer Ankunft zur großen Scheich-Said-Moschee gefahren. Dort betete sie vor dem Grab des 2004 verstorbenen Herrschers. Sie trug dabei ein mit goldfarbenen Fäden durchwirktes Kopftuch.
Dass die Queen nicht nur Scheich Chalifa bin Said al-Nahjan traf, den Herrscher von Abu Dhabi und Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), sondern auch Scheich Mohammed aus Dubai, werteten Beobachter als Geste der Solidarität für das Emirat. Denn von der Schuldenkrise des Emirates Dubai und von dem Wertverlust der dort in Rekordzeit hochgezogenen Luxusimmobilien sind britische Firmen und Investoren besonders stark betroffen. Die Briten stellen die größte westliche Ausländer-Gemeinde in Dubai.
Die britische Königin, die von ihrem Ehemann Prinz Philip, ihrem Sohn Prinz Andrew und Außenminister William Hague begleitet wird, wollte am Abend in den Oman weiterreisen.
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