| Erste Werke von Modersohn-Becker für Dresden |
|
|
|
| Freitag, 26. November 2010 um 06:45 Uhr | ||
Dresden (dpa/sn) - Dank einer Schenkung aus Familienbesitz haben die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden jetzt fünf Gemälde und eine Zeichnung der Künstlerin Paula Modersohn-Becker (1876-1907). «Ihre Geburtsstadt hat endlich Werke einer Künstlerin, die Weltruhm erlangte», sagte der Direktor der Galerie Neue Meister, Ulrich Bischoff, am Donnerstag. Damit verfügt die Sammlung erstmals über eigene Werke von Modersohn-Becker sowie drei weitere Bilder ihres Mannes Otto Modersohn (1865-1943). Das Konvolut, weitere Arbeiten aus Privatbesitz und das Modersohn-Gemälde aus dem Bestand der Galerie im Albertinum geben bis zum 27. März 2011 in der Reihe «Schaukabinett» Auskunft über das ungleiche Künstlerpaar.
Der Neffe der Malerin vermachte die zwischen 1895 und 1907 entstandenen Bilder testamentarisch zu Lebzeiten im Andenken an die Dresdner Wurzeln der Künstlerin, sagte Bischoff. Landschaften, Porträts und Stillleben zeugten von ihrer künstlerischen Entwicklung zu einer der bedeutendsten Malerinnen des 20. Jahrhunderts. Modersohn-Becker gelangte laut Bischoff bei ihren Aufenthalten in Paris über Dichter Rainer Maria Rilke und Maler Paul Cézanne in den Kunstkreis der Moderne. «Sie war quasi die Vorläuferin für die Brücke-Künstler», erklärte Bischoff.
Die als Paula Becker in Dresden geborene Künstlerin gilt als eine der bedeutendsten Vertreterinnen des frühen Expressionismus. Von der Familie gefördert erhielt sie schon in jungen Jahren Kunstunterricht, besuchte später mehrfach Kurse im Malen und Zeichnen. 1901 heiratete sie in Worpswede (Niedersachsen) den Maler Otto Modersohn, von dem sie sich dann künstlerisch emanzipierte. 1907, kurz nach der Geburt von Tochter Mathilde, starb Modersohn-Becker.
|
























































