| Longo-Schau in Kunsthalle Weishaupt |
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| Freitag, 26. November 2010 um 06:45 Uhr | ||
Ulm (dpa/lsw) - Ein Mann strauchelt - das riesige Bild hinter der Glasfassade der Kunsthalle Weishaupt sieht wie ein Foto aus. Doch es ist eine Kohlezeichnung des Amerikaners Robert Longo. Ihm ist die neue Ausstellung in dem Ulmer Museum gewidmet. Seine Werke hatten schon bei der Eröffnung der Kunsthalle eine wichtige Rolle gespielt.
Nun widmet sie sich dem Amerikaner von diesem Sonntag (28. November) an in einer Einzelausstellung erneut. Es ist nach Angaben des Museums vom Donnerstag in Deutschland die erste zu Longo seit fünf Jahren. «Er selbst wird zur Eröffnung am Samstagabend auch schon da sein», sagte Sprecherin Martina Melzner. Mehrere Dutzend Werke, vor allem Kohlezeichnungen, zeigt das Haus des Sammlerehepaars Weishaupt.
Der 57-jährige Longo hat die Schau selbst kuratiert. Er setzt sich in seinen Arbeiten unter anderem mit Gewaltphänomenen der Moderne auseinander - von Revolverläufen bis zum Atompilz. Aber er spielt auch mit Motiven der amerikanischen Alltagskultur wie einem Baseballspieler oder aus der Filmwelt wie dem dunklen «Star Wars»- Bösewicht Darth Vader.
Kunstkritiker schreiben dem Werk auch politisch-soziale Aussagen zu - Longos Werke seien nicht für den ästhetischen Genuss gemacht, sondern verstörten den Betrachter absichtlich, um etwa auf die Gefahren des Alltags hinzuweisen. Gerade die extreme Vergrößerung von Waffen unterstreiche dies. Longo-Werke sind ein zentraler Teil der Sammlung Weishaupt. Diese verbindet, wie sie in einem Begleitheft zur Ausstellung schreiben, mittlerweile eine engere Beziehung mit dem in New York lebenden Künstler.
http://www.kunsthalle-weishaupt.de
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