| Aktionskünstler Wolfgang Flatz muss sein Logo ändern |
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| Freitag, 26. November 2010 um 06:45 Uhr | ||
München/Berlin (dpa/bb) Der österreichische Aktionskünstler Wolfgang Flatz muss sein Logo ändern. Im Urheberrechtsstreit mit seiner Berliner Kollegin Barbara Frieß hat der in München wohnende Flatz am Donnerstag vor dem Münchner Landgericht nach heftigen Diskussionen einem Vergleich zugestimmt: Er unterlässt künftig die Verwendung des Logos zwei einander den Rücken zuwendende, durch Fernrohre blickende Männer zahlt für die bisherige Nutzung 2000 Euro an Frieß.
Laut deren Klageschrift sind die Gestalten ein Plagiat einer Zeichnung aus ihrer Feder. Das Werk gehört zu einer Serie von Zeichnungen, die im Treppenhaus des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu sehen ist. Der Vergleich bedeutet auch, dass Flatz das Logo an dem ihm gewidmeten Museum in seiner Geburtsstadt Dornbirn entfernen muss.
Der 58-jährige Flatz ist durch provozierende Projekte bekanntgeworden. Unter anderem posierte er als nackte Dartscheibe und ließ sich kopfüber als Glockenschwengel an einem Seil aufhängen. Über das Logo sagte er in der Verhandlung, eine der Gestalten stelle ihn selber dar, die andere sei eine androgyne Figur. Der Vorsitzende Richter riet dringend zu dem Vergleich und machte kein Hehl daraus, dass Flatz anderenfalls den Prozess verlieren werde. Das Logo sei «zu nahe» an der Zeichnung der Klägerin.
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