| Leben in der Zelle: Absalon-Ausstellung in Berlin |
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| Samstag, 27. November 2010 um 09:13 Uhr | ||
Berlin (dpa) - Der israelische Künstler Absalon wurde nur 28 Jahre alt - und hat doch ein ungewöhnlich dichtes, komplexes Lebenswerk geschaffen. Die Kunst-Werke Berlin zeigen von Sonntag an erstmals seit 1994 eine umfassende Einzelausstellung über den unkonventionellen Künstler (1964-1993).
Herzstück sind seine «Cellules» - winzige Wohneinheiten, die auf kleinstem Raum alles Lebenswichtige enthalten. «Obwohl die Werke Absalons nicht als Entwurf einer sozialen Utopie gedacht waren, überraschen sie doch durch ihre vorausschauende Qualität», sagt Kuratorin Susanne Pfeffer.
1964 als Meir Eshel im israelischen Aschdod geboren, arbeitete der Künstler seit 1987 als Absalon in Paris. Die «Cellules», vier bis acht Quadratmeter große Zellen mit spartanischem Mobiliar, wollte er in sechs Metropolen aufstellen, um selbst darin zu leben. «Sie sind keine Lösungen für Isolation. Sie sind gemacht, um das Soziale zu leben», sagte er. Die Ausstellung im KW Institute for Contemporary Art zeigt neben den bekannten Modellen und Prototypen auch bisher unveröffentlichte architektonische Studien, Zeichnungen und Malereien.
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