| Spanier sind Stars der Kunstmesse «St-Art 2010» |
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| Samstag, 27. November 2010 um 09:13 Uhr | ||
Straßburg (dpa/lsw) - Spanische Künstler gehören zu den unangefochtenen Stars der Straßburger Kunstmesse «St-Art 2010». 15 Galerien aus Barcelona bieten bei der am Freitag eröffneten Schau auch die teuersten Werke der Kunstschau an. Ein Picasso-Frühwerk, die Kohlezeichnung «Horta de Sant Joan» (Garten von Sant Joan) auf blauem Papier, wird für 450 000 Euro angeboten.
Bis zum kommenden Montag zeigen 80 Galerien aus 18 Ländern Videos, Fotografien, Malerei, Bildhauerei, zeitgenössisches Glas und Druckgrafiken. Besonders auffällig die überlebensgroßen «Schmollköpfe» aus Polyester des Katalanen Samuel Salcedo.
Angesichts der Qualitätsoffensive der Spanier wird Rumänien als Ehrengast der Messe etwas an den Rand gedrängt. Doch Künstler aus Bukarest wie Claudiu Lucaci, Dan Acostioaei und Eliza Muresean kann man als seltene Gäste in unseren Ländern entdecken. Sie zeigen zeitgenössische Fotografie und Videokunst. «Seit den 1990er Jahren hat sich die Kunst in Rumänien stark entwickelt. Der Blick in das oft unbekannte Osteuropa lohnt sich», sagt Messeleiter Philippe Meder.
Mit dabei sind auch Künstler aus Deutschland, der Schweiz und Luxemburg, aber auch aus Japan, Südkorea, Italien und der Tschechischen Republik. «Wir haben uns um Künstler bemüht, die neue Perspektiven zu bieten haben», sagte der künstlerische Leiter der Messe, Patrick-Gilles Persin. Zu den Besonderheiten zählt er den Luxemburger Künstler Ott Neuens, der in seinen Gemälden Bienenwachs, Pigmente und Gewürze verarbeitet.
Im vergangenen Jahr haben fast 30 000 Menschen die Messe besucht. Verkauft wurden 1200 Kunstwerke in einem geschätzten Gesamtwert von bis zu drei Millionen Euro.
Den Besuch der «St-Art» empfiehlt Meder besonders Kunstinteressierten, die sich eine Sammlung aufbauen wollen. Bei der Schau sind Kleinkunstwerke schon für unter 100 Euro zu haben. Es muss ja nicht gleich ein Picasso oder ein Dalí sein.
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