| Stuttgart 21 reif fürs Museum |
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| Samstag, 27. November 2010 um 09:13 Uhr | ||
Stuttgart (dpa/lsw) - Stuttgart 21 ist reif fürs Museum: Der Württembergische Kunstverein hat das erste Kunstprojekt zum umstrittenen Bahnprojekt zusammengestellt. Mehrere internationale Künstler haben sich dafür mit Fotos, Dokumenten und Zeichnungen mit Fragen befasst wie: Wer regiert die Stadt auf welchen Grundlagen und auf welche Weisen? Wem gehört die Stadt? Wer hat ein Recht auf Stadt? Wer bestimmt über zukünftige Entwicklungen einer Stadt? Die Ausstellung «Die Kunst, nicht dermaßen regiert zu werden» wird an diesem Sonntag eröffnet und dauert bis 9. Januar 2011, wie der Kunstverein am Freitag mitteilte. Der Titel der Ausstellung ist ein Zitat des französischen Philosophen und Schriftstellers Michel Foucault (1926-1984). «Wir spielen hier nicht Protest - der ist draußen», sagte Direktor Hans Christ. Dennoch spiegele sich der Protest etwa über Fotos eines koreanischen Fotografen von den Demonstrationen oder Texte wie den Immobilienspiegel der Stadt Stuttgart wider. Gerade die Stadt sei der Raum, «in dem sich Definitions- und Handlungsmacht verdichten und verschränken», hieß es. Die Menschen in Stuttgart wollten wissen, was da mit Stuttgart 21 auf sie zukomme. Welche Entwürfe und Versprechungen gibt es für das neue Stadtviertel? Und warum sehen die Modelle - wie bei der neuen Stadtbibliothek - so ganz anders aus, als das, wann dann entsteht?
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