| Panorama Museum zeigt Livio Ceschin |
|
|
|
| Montag, 29. November 2010 um 06:52 Uhr | ||
Bad Frankenhausen (dpa/th) - Seine Radierungen erinnern an den Stil der alten Meister, Fachkreisen gilt er als Geheimtipp: Arbeiten des italienischen Grafikers Livio Ceschin sind im Panorama Museum in Bad Frankenhausen (Kyffhäuserkreis) zu sehen. Am Samstag wurde die Ausstellung eröffnet. Erstmals in einem deutschen Kunstmuseum werden rund 100 Exponate des 1962 geborenen Autodidakten gezeigt. Darunter sind 75 Radierungen und etwa ein Dutzend in Mischtechnik entstandene Arbeiten. Sie geben einen Überblick über das Schaffen Ceschins, der sich erst vor knapp zehn Jahren der Druckgrafik zuwandte, wie Panorama-Sprecherin Silke Krage am Samstag sagte.
Livio Ceschin hat sich vor allem der Landschaftsgrafik verschrieben, die er in feinsten Nuancen umsetzt. In seiner altmeisterlichen Künstlerhandschrift erinnert er an Rembrandt, Tiepolo und Canaletto. Häufig bindet er auch kalligraphisch an das 19. Jahrhundert erinnernde Wort- und Satzfragmente ein. Die Ausstellung ist bis zum 13. Februar 2011 zu sehen.
In Deutschland stellten bisher nur kleine Galerien Arbeiten des Italieners aus. Das Panorama Museum, dessen Hauptattraktion das überdimensionale Rundbild des Leipziger Malers Werner Tübke (1929-2004) über den deutschen Bauernkrieg 1524/25 ist, beschließt mit der Sonderschau ein eher durchwachsenes Ausstellungsjahr. Am Jahresende rechnet es mit rund 80 000 Besuchern, weniger als 2009. Vor zehn Jahren kamen noch jährlich weit mehr als 100 000 Menschen auf den Schlachtberg im Kyffhäusergebirge. Die Besucherzahl sei seit dem Tod Werner Tübkes vor sechs Jahren stark zurückgegangen, sagte Krage.
|
























































