| Kupferstich-Kabinett gibt Einblick in Fotosammlung |
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| Dienstag, 30. November 2010 um 06:45 Uhr | ||
Dresden (dpa/sn) - Eine Sonderausstellung gibt von diesem Samstag an Einblick in den Fotobestand des Dresdner Kupferstich-Kabinetts. Bis zum 7. März zeugen rund 160 Exponate von deren Entwicklung, teilten die Staatlichen Kunstsammlungen am Montag in der Elbestadt mit. Anlass sei die Herausgabe des Bestandskatalogs der Fotografien von 1839 bis 1945, der die Ergebnisse eines von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung finanzierten Forschungsprojekts umfasst.
Das Kupferstich-Kabinett bewahrt eine der ältesten Fotosammmlungen an einem Kunstmuseum im deutschsprachigen Raum auf. Mit deren Aufbau wurde 1898 begonnen. Direktor Max Lehrs hatte sich um 1900 als einer der Ersten der zeitgenössischen Fotografie zugewandt. Das seit 1854 im Kupferstich-Kabinett bereits zur Reproduktion eingesetzte Medium wurde Anfang des 20. Jahrhunderts zur Kunst und kontinuierlich gesammelt.
Die Exposition zeigt Porträts einer der ersten Profifotografinnen, Bertha Wehnert-Beckmann, Mehrfachbelichtungen von Edmund Kesting und Negativmontagen von El Lissitzky sowie Werke einst führender Kunstfotografen wie die Gebrüder Hofmeister, James Craig Annan oder die Mitglieder des österreichischen Trifoliums. Die Fotoarbeit von Claudia Angelmaier schlägt in der Auseinandersetzung mit dem historischen Bestand an Daguerreotypien den Bogen in die Gegenwart. Ihre vierteilige Serie «Lost Data» wurde für das Kabinett entwickelt und mit finanzieller Unterstützung der Hypo-Kulturstiftung angekauft.
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