| Spezialmuseum Ostdeutsche Galerie kündigt Museumschefin |
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| Dienstag, 30. November 2010 um 06:45 Uhr | ||
Regensburg (dpa/lby) - Das bundesweit einmalige Spezialmuseum Ostdeutsche Galerie in Regensburg muss sich nach nur etwas mehr als einem Jahr einen neuen Chef suchen. Die Stadt Regensburg bestätigte am Montag Informationen der «Mittelbayerischen Zeitung», dass Direktorin Andrea Madesta gekündigt worden sei. Madesta hatte erst im September 2009 den Posten in Regensburg übernommen.
Die Zeitung hatte am Wochenende berichtet, dass sich Museumsmitarbeiter unter anderem über Madestas «autoritären Führungsstil» beschwert hätten. Der Regensburger Rechtsreferent Wolfgang Schörnig sagte der Nachrichtenagentur dpa am Montag, dass es «zahlreiche Beschwerden» aus der Belegschaft gegeben habe. Auch aus diesem Grund habe der Stiftungsrat handeln müssen. Schörnig wird nun vorläufig selbst kommissarisch das Museum mit mehr als 35 haupt- und nebenberuflichen Mitarbeitern leiten.
Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie wird von der Bundesrepublik Deutschland, der Stadt Regensburg und dem Freistaat Bayern getragen. Es ist spezialisiert auf Kunst aus den ehemals deutsch geprägten Gebieten in Osteuropa. In diesem Jahr wird das Haus 40 Jahre alt. Derzeit läuft eine große Markus-Lüpertz-Schau in dem Museum (bis 13. Februar).
Laut Stiftungsvorstand Schörnig haben sich die Mitglieder des Stiftungsrats einstimmig entschlossen, sich von Madesta zu trennen. «Wir haben über einen Auflösungsvertrag verhandelt», sagte er. Als die Direktorin schließlich den Vertrag nicht unterschreiben wollte, sei es zur Kündigung gekommen. Nun soll im kommenden Jahr die Direktorenstelle neu ausgeschrieben werden.
Die gebürtige Fürtherin Madesta war vor ihrer Zeit in Regensburg fünf Jahre Direktorin des Museums Moderner Kunst in Kärnten, zuvor war sie stellvertretende Leiterin der Kunsthalle Nürnberg. In Regensburg folgte sie im vergangenen Jahr auf Ulrike Lorenz, die zur Chefin der Mannheimer Kunsthalle berufen wurde.
Bereits 1996 war in der Ostdeutschen Galerie der damalige Direktor entlassen worden. Der Kunstexperte wehrte sich allerdings dagegen, das Arbeitsgericht erklärte die Kündigung und das ausgesprochene Hausverbot für unwirksam. Der Direktor wurde schließlich freigestellt, erhielt aber jahrelang weiter sein Gehalt.
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