| Grass und Aborigines: Kunstausstellungen 2011 Umfrage: Sophia-Caroline Kosel |
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| Mittwoch, 01. Dezember 2010 um 06:42 Uhr | ||
Halle/Magdeburg (dpa) - Ob Malerei der Aborigines, Skulpturen von Günter Grass oder Kunst aus Armenien und Libyen: Die Kunstmuseen in Sachsen-Anhalt präsentieren im kommenden Jahr vor allem Werke der Gegenwart. Zu sehen sind bei weitem nicht nur neue Arbeiten von Künstlern aus dem eigenen Bundesland, wie eine dpa-Umfrage ergab. So wagt die Willi-Sitte-Galerie in Merseburg einen Blick auf die libysche Kunst (21.7.- 18.9.), der Kunstverein Talstraße in Halle zeigt aktuelle Arbeiten aus Armenien (23.10.- 5.12.) und von australischen Ureinwohnern (5.5.- 10.7.).
In der Galerie in der Talstraße können die Besucher auch herausfinden, wie ihnen das grafische und plastische Werk des Schriftstellers Günter Grass gefällt. «Als Zeichner und Bildhauer bin ich gelernter, als Schriftsteller ungelernter Künstler», sagt dieser über sich selbst. Vom 3. März bis zum 1. Mai sind Plastiken, Druckgrafiken, Zeichnungen und Lithographien des Literaturnobelpreisträgers zu sehen.
Die Feininger Galerie in Quedlinburg würdigt den 100. Geburtstag von T. Lux Feininger. «Weltensegler» heißt die Schau (15.5.- 28.8.) mit Werken, die der jüngste Sohn von Lyonel Feininger zwischen 1929 und 1942 schuf. Lux wurde 1910 in Berlin geboren und studierte am Bauhaus Dessau, bis er 1932 Deutschland verließ. Er lebt noch immer in den USA.
Zudem sind in der Quedlinburger Galerie Werke eines der bekanntesten, aber auch umstrittenen Künstlers der Gegenwart zu sehen: Jonathan Meese. Er ist bekannt für seine provokanten Bilder, Skulpturen und Installationen, die schon in Ausstellungen von Tokio bis New York zu sehen waren. In der Feininger Galerie steht unter dem Titel «Jonathan Meese. Totalste Graphik» (11.9.2011-8.1.2012) erstmals das druckgrafische Werk des Künstlers im Mittelpunkt
Fränzi und Marcella, zwei Modelle der Maler der «Brücke», kommen im Kunstmuseum Stiftung Moritzburg in Halle zu Ehren (6.2.- 1.5.). Dort sind Zeichnungen, Aquarelle und Gemälde zu sehen, zu denen sie Modell standen. Sie spielten eine wichtige Rolle für die Weiterentwicklung der Kunst von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Max Pechstein, wie das Museum mitteilte.
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