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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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Kunst & Kultur

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Kunsthalle Tübingen zeigt Männer-Erotik Von Marc Herwig, dpa PDF Drucken E-Mail
Freitag, 01. Oktober 2010 um 06:28 Uhr

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Es geht um erotische Männer und Homosexualität: Für die Kunsthalle Tübingen hat der Berliner Maler Rainer Fetting sehr persönliche Bilder aus seiner Sammlung geholt. Viele sind ihm selbst peinlich - aber über das Thema zu reden, fände er noch schlimmer.

 

Tübingen (dpa/lsw) - Die beiden Personen passen so gar nicht zusammen: Auf dem Gemälde eine hübsche blonde Frau mit knallroten Lippen und engem Kleid - davor der Künstler, ein Herr mit grauem Haar, Strickjacke und faltenzerfurchtem Gesicht. Selbstporträt nennt Rainer Fetting das Bild. So hat sich der heute 60-Jährige 1977 gemalt, als Schwule wie er von der Gesellschaft noch viel stärker eingeengt wurden als heute. Travestie sei eine Auflehnung gegen die Sexualnormen gewesen. «Da habe ich mich dann eben im Fummel gemalt», erzählt er. 63 «Männer-Bilder» des Berliner Künstlers zeigt die Kunsthalle Tübingen von diesem Donnerstag an in einer Werkschau.

 

Es sei die Mischung zwischen Sinnlichkeit, Schönheit, Boshaftigkeit und Vielschichtigkeit, die ihn an Fettings Arbeiten fasziniere, sagte Kurator Daniel Schreiber am Donnerstag. «Die erotische Komponente der Männer spielt immer eine Rolle. Aber es sind genauso die Gangster, die grausamen Männer dabei.»

 

Die bürgerliche Biederkeit in seiner Heimatstadt Wilhelmshaven hat Fetting als Jugendlichem nicht viel Platz zum Leben gelassen. «Man durfte sich da nicht als Schwuler zeigen.» Also zog er nach Berlin. Ende der 1970er Jahre wurde er dort zu einem Hauptvertreter der «Neuen Wilden» mit ihren Farborgien und experimentellen Performances. Immer wieder setzte er sich dabei mit Männer-Körpern auseinander.

 

Sein bekanntestes Werk ist die 500 Kilogramm schwere Willy-Brandt- Statue in der SPD-Zentrale in Berlin. Aus dieser Porträt-Serie des früheren Bundeskanzlers ist eine Bronzeplastik auch in der Tübinger Kunsthalle zu sehen. Während der Kanzler standesgerecht einen Anzug trägt, zeigt Fetting die meisten Männer nackt, teilweise an der Grenze zur Pornografie. «Ich habe mich oft geschämt für meine Bilder», erzählt Fetting. Viele der Werke in der Kunsthalle stammen aus seiner eigenen Sammlung und wurden bislang nie öffentlich gezeigt.

 

Warum er sie jetzt doch aus dem Lager holt, dazu ist dem 60- Jährigen so recht keine Antwort zu entlocken. Überhaupt spricht er nicht viel über seine Bilder. «Ich will mich ja nicht selbst analysieren», sagt er. «Mussten Bach oder Mozart Rede und Antwort stehen über die Musik, die sie geschrieben haben?» Außerdem seien viele Bilder sehr persönlich. «Und ich will ja nicht aus dem Nähkästchen plaudern.» Fetting spricht nuschelnd, langsam, fast ein bisschen schläfrig.

 

Bei vielen der Männer-Bilder bleiben die Besucher deshalb allein auf ihre eigenen Beobachtungen angewiesen. Fetting stört das nicht: «Mein Vater ist schon immer so schulmeisterlich durch eine Ausstellung gegangen und hat alles analysiert. Wenn ich in einen Raum gekommen bin, dann haben mich die Bilder einfach angeturnt.» Eine Analyse seiner eigenen Werkschau? Da bleibe ihm nur eine Antwort: «Ich weiß nicht, wofür das alles hier steht.» Die Ausstellung «Manscapes» läuft bis zum 5. Dezember.

 



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