| Heine-Denkmal in Bremen enthüllt |
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| Samstag, 02. Oktober 2010 um 12:12 Uhr | ||
Bremen (dpa/lni) - Nach dem langen Standort-Streit ist in den Bremer Wallanlagen am Freitag ein Denkmal von Heinrich Heine enthüllt worden. Die mehr als drei Meter hohe Bronzefigur von Waldemar Grzimek zeigt den Dichter in jungen Jahren, sitzend, die Arme gestikulierend von sich gestreckt. Zwei Repliken der Statue stehen bereits in Berlin, das Gipsmodell lagert jedoch im Depot des Bremer Gerhard-Marcks-Hauses.
Rund 90 000 Euro kostete nach Angaben des Museums der Guss und das Aufstellen der Statue. Private Stifter übernehmen die Summe. Ursprünglich sollte die Plastik vor dem Landtag stehen und damit in unmittelbarer Nähe von Roland-Statue und Rathaus, die zum Weltkulturerbe gehören.
So hatten es Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) und die Geldgeber geplant. Den Blick zum Rathaus gerichtet sollte das Standbild an ein Gedicht erinnern, das Heine (1797-1856) nach einem Zechabend im Bremer Ratskeller verfasst hatte. Doch beim Landesbeirat für Kunst im öffentlichen Raum stieß das auf heftige Kritik.
Schließlich einigten sich beide Seite auf die Wallanlagen, wo die Bronzefigur nahe der Kunsthalle, dem Theater und der Staatsbibliothek die Kulturmeile der Hansestadt ergänzt.
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