| Merkel bei Kiefers Kuh-Ausstellung in Potsdam |
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| Samstag, 02. Oktober 2010 um 12:12 Uhr | ||
Potsdam (dpa/bb) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am Freitag in Potsdam eine neue Ausstellung des weltbekannten deutschen Künstlers Anselm Kiefer eröffnet. Acht großformatige Bilder und sechs von Kiefer gestaltete Bücher widmen sich in der Schau «Europa» in der Villa Schöningen dem Motiv Kuh. «Es ist der geduldige Wiederkäuer, der in der Mühsal des Alltags sein Leben dahinfristet, und dabei einen glücklichen Eindruck macht», sagte Merkel mit Blick auf die Verbindung von Europa und der Kuh.
Kiefer präsentiert seine Kuh-Werke erstmals der Öffentlichkeit. «Ich glaube, wir haben eines gemeinsam, wenn ich das sagen darf: Wir sind beide im Ausland mehr angesehen als im Inland», meinte der in Frankreich lebende Maler und Bildhauer zur Bundeskanzlerin. Vor der Ausstellung hatte er den Ausstellungsort an der seiner Meinung nach «mythologischen» Glienicker Brücke, die Potsdam und Berlin verbindet, gelobt. «Es stand schon geschrieben, dass die Kühe über diese Brücke kommen würden.» Die Brücke gilt als einer der symbolträchtigsten Orte der deutsch-deutschen Teilung und der Einheit.
Das griff auch Axel-Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner auf, der Mitinhaber der Villa ist. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Bonner Stiftung für Kunst und Kultur, Walter Smerling, habe er Kiefer überredet, seine Kühe zu zeigen. Kiefers Kühe wirkten erst harmlos, dann aber abgründig. Döpfner freute sich, dass die Kanzlerin nach der Eröffnung des Museums im vergangenen Jahr nun schon zum zweiten Mal das Haus besuchte. Das sei vor allem ein Kompliment an die Kunst und an den Künstler, sagte er.
http://www.villa-schoeningen.de
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