| Kulturzug «Melez» ging auf Jungfernfahrt |
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| Montag, 04. Oktober 2010 um 06:39 Uhr | ||
Duisburg (dpa/lnw) - Die Kulturhauptstadt im Ruhrgebiet hat eines ihrer wichtigsten Herbst-Projekte gestartet: Am Sonntag ging in Duisburg der orientalisch bemalte Kultur-Zug «Melez» auf seine Jungfernfahrt. «Melez» heißt «Mischling» - der Zug soll mit einem bunten Angebot in den verschiedenen Waggons die kulturelle und nationale Vielfalt im Revier mit Bewohnern aus 170 Ländern zum Thema machen. «Dieser Zug und seine Reise sind ein Symbol», sagte Festivalchefin Asli Sevindim. «Es geht nicht mehr darum, woher wir einmal gekommen sind, sondern wohin wir in Zukunft gemeinsam gehen.»
Das Festival hatte am Samstag bereits mit einer Stadtteilführung durch Duisburg-Marxloh begonnen - das Viertel ist durch seine europaweit einzigartige Konzentration von 52 türkischen Hochzeitsläden auf engstem Raum berühmt.
13 Zugfahrten auf unterschiedlichen Strecken durch das Ruhrgebiet sind bis Ende Oktober geplant. Der Zug wurde von 60 Bahnlehrlingen ehrenamtlich umgebaut und gold und türkis angemalt. Das rollende Programm mit Musik, Theater, Vorträgen, Filmen und Gesprächsrunden präsentiert unter anderem die türkischen, griechischen, holländischen und polnischen Einflüsse in der Region.
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