| Tafeln der Revolutionsausstellung werden abgebaut |
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| Dienstag, 05. Oktober 2010 um 06:27 Uhr | ||
Mehr als zwei Millionen Besucher zog die Ausstellung zur friedlichen Revolution von 1989/90 auf dem Alexanderplatz an. Am liebsten hätten die Berliner sie dauerhaft behalten. Doch nun ist Schluss.
Berlin (dpa/bb) - Nach mehr als zwei Millionen Besuchern und eineinhalb Jahren Laufzeit ist am Montag mit dem Abbau der Open-Air- Ausstellung «Friedliche Revolution 1989/90» auf dem Berliner Alexanderplatz begonnen worden. Auf Fotos, Schrifttafeln und mit akustischen Rückblenden war in der Schau an den Mauerfall am 9. November 1989 sowie den Weg zur Wiedervereinigung erinnert worden. Alle Texte und Fotos sowie zahlreiche Film- und Tondokumente sollen künftig auf einer mehrsprachigen Website zu sehen seien, teilte die Robert-Havemann-Gesellschaft am Montag mit.
Die Mehrheit der Berliner habe sich in einer Umfrage dafür ausgesprochen, die Ausstellung dauerhaft zu erhalten. Die Macher der Schau hatten an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei ihrem Besuch im Mai appelliert, sich für eine nochmalige Verlängerung einzusetzen. Vonseiten des Bundes kam dazu aber letztlich eine Absage, erklärte Olaf Weissbach, Geschäftsführer der Robert-Havemann-Gesellschaft. So würden die Tafeln nun eingelagert. «Berlin braucht aber eine Dauerausstellung zu dem Thema», meinte Weissbach.
Ursprünglich war das Ende der multimedialen Ausstellung bereits zum 20. Jahrestag des Mauerfalls im Herbst 2009 geplant gewesen. Wegen des großen Andrangs war die rund um die Uhr zugängliche Präsentation am Originalschauplatz in Berlins Mitte aber bis zum 3. Oktober dieses Jahres verlängert worden. Auf dem Alexanderplatz hatten sich am 4. November 1989 nahezu eine Million Menschen zur größten Protestdemonstration in der DDR versammelt.
Die Robert-Havemann-Gesellschaft hatte die Schau zusammen mit der Berliner Kulturprojekte GmbH auf die Beine gestellt. Finanziert wurde die Dokumentation mit Mitteln aus dem Etat von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) sowie mit Lottogeldern.
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