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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Eleganz und Moderne - Deutsches Hygiene-Museum saniert Von Simona Block, dpa PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 05. Oktober 2010 um 06:27 Uhr

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Lichtdurchflutet, offen, großzügig, funktional und technisch modern: Das Deutsche Hygiene-Museum Dresden ist optisch von der Vergangenheit befreit. Dabei wurde nach Ideen von Architekt Peter Kulka renoviert und umgebaut - behutsam mit Blick auf Erbauer Wilhelm Kreis.

 

Dresden (dpa/sn) - Nach acht Jahren ist die Generalsanierung des Deutschen Hygiene-Museums Dresden bis auf Restarbeiten abgeschlossen. Als letzter Akt wurden am Montag drei Säle übergeben. Das Haus sei «ein Leuchtturm unserer Museumslandschaft» und «ein gelungenes Beispiel auf dem Wege zur Vollendung der Deutschen Einheit», sagte Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU). Der Bund hat die Sanierung mit 13,8 Millionen Euro unterstützt. Die beiden anderen Träger der Stiftung Deutsches Hygiene-Museum - Dresden und Sachsen - trugen mit jeweils etwa 14 Millionen Euro zur Gesamtinvestition von knapp 42 Millionen Euro bei.

 

«Es hat sich gelohnt», sagte Neumann. Das Haus könne wieder einen Spitzenplatz als international vorbildliches Museum einnehmen und der Aufgabe der Kulturvermittlung noch mehr gerecht werden. Damit bekenne sich der Bund auch in Krisenzeiten zur Kultur. «Es ist falsch, gerade in schwierigen Zeiten an der Kultur zu sparen». «In Zeiten der Unsicherheit und Krise sollte gerade in Dinge investiert werden, die für Zusammenhalt, Identifizierung und Wertevermittlung sorgen.» Eine Einrichtung wie das Hygiene-Museum leiste dazu einen wichtigen Beitrag.

 

Mit der kulturellen Bildung als integraler Bestandteil des Konzepts sei das Museum wegweisend in Deutschland. «Seine Einzigartigkeit zeigt sich auch darin, dass es grundsätzliche ethische Fragestellungen aufwirft, die keiner Ideologie und Staatsdoktrin unterworfen sind», erklärte Neumann. Es befasse sich unter musealen Gesichtspunkten mit Sinnfragen des Lebens, die über das Thema Mensch hinausgingen.

 

Das Gebäude wurde vom Staub der Vergangenheit befreit, mit modernster Technik ausgestattet und architektonisch auf seine Ursprünge zurückgeführt. Das Museum war von 1927 bis 1930 nach Plänen von Wilhelm Kreis (1873-1955) errichtet worden und zählt zu den prägenden Museumsbauten des 20. Jahrhunderts. «Es hat an Klarheit und Transparenz gewonnen und ein bisschen an Monumentalität verloren», sagte Direktor Klaus Vogel.

 

Architekt Peter Kulka «öffnete» das Kulturdenkmal praktisch wieder nach allen Seiten und auf allen Ebenen und führte es Schritt für Schritt in die Gegenwart. Das elegante, später kleinbürgerliche und muffige Gebäude ist nun wieder ein Haus der Moderne. Mit dem Großen Saal und einem neuen Hörsaal setzte der Architekt sogar farbliche Knaller zu den mit Beton, weißen Wänden, Glas und Stahl eher puristisch gehaltenen Foyers und Gängen.

 

Der Große Saal - minimalistisch und mit 700 Plätzen vielseitig verwandelbar - sei das rote Herzstück, das Kraft vermittle. «Es ist nicht das ordinäre Rot der Fahnen und Parteien, sondern das Rot, das die Asiaten benutzen, wenn sie Schätze bewahren», sagte Kulka. «Es ist das berühmte korallenrote Kistchen.» Knallig pink sind Boden und Bestuhlung dagegen im neuen Hörsaal über dem perlweiß gehaltenen Kleinen Saal. Laut Vogel wird auch die Dresdner Philharmonie nach Jahrzehnten wieder konzertieren und das Haus damit auf die kulturelle Bühne zurückkehren.

 

«Museen sind wie Bibliotheken und Archive die wahren Schatzkammern unserer Identität und das Gedächtnis unserer Kultur», betonte Naumann. «Schließungen stehen in krassem Widerspruch zum Selbstverständnis Deutschlands als Kulturnation und reichem Industrieland.» 20 Jahre nach der Wiedervereinigung komme nun der kulturelle Reichtum im Osten wieder so zur Geltung, wie es seinem Rang entspreche. «Dennoch ist noch eine Menge zu leisten.» Der Bund sei zur Unterstützung bereit.

 

 

www.dhmd.de

 



Tags: museum  «es  hygiene  haus  euro  abstrakte kunst  
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