| Berliner art forum mit mehr als 100 Ausstellern |
|
|
|
| Mittwoch, 06. Oktober 2010 um 06:18 Uhr | ||
Berlin (dpa) - Mit dem art forum startet an diesem Donnerstag in Berlin wieder die Saison der internationalen Kunstmessen. Vor Köln, Miami und Basel werden vom 7. bis 10. Oktober in der Hauptstadt rund 40 000 Sammler, Künstler, Museumsdirektoren und Kunstliebhaber aus aller Welt erwartet. Allerdings hat das 15. art forum etwas abgespeckt und bietet in diesem Jahr Platz für 110 Galerien, nach rund 130 im vergangenen Jahr, die zeitgenössische Werke seit den 60er Jahren anbieten. In der getrennten Schau «Focus» bekommen aber neuere Galerien die Chance, auf dem art forum präsent zu sein.
Eva-Maria Häusler und Peter Vetsch, die beiden Co-Direktoren des art forum, haben sich mit einer schärferen Auswahl der Aussteller für ein deutlicheres Profil der Messe entschieden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf europäischen Galerien, einige Aussteller kommen aus den USA und Australien. Berlin ist mit rund 30 Galerien vertreten.
In den Licht durchfluteten Ausstellungshallen des Architekten Richard Ermisch aus den 30er Jahren werden auf dem Messegelände Werke aus der Malerei, Skulpturen, Zeichnungen und Fotografien gezeigt. Die Preise reichen von ein paar hundert Euro bis zu mehreren hunderttausend Euro für bedeutende Werke weltweit bekannter Künstler.
Im Angebot sind unter anderem George Grosz, Olafur Eliasson, Gerhard Richter, Sol LeWitt, Per Kirkeby, Daniel Richter, und Sigmar Polke. Auch Werke von Fotografen wie Annie Leibowitz, Helmut Newton, Cindy Sherman, Diane Arbus oder Robert Mapplethorpe gehören dazu.
Erstmals stellen sich dieses Jahr Künstler in selbst gestalteten Einzelausstellungen vor. 19 Projekte sind zu dem Programm angemeldet, unter anderem Werke von Imi Knoebel, Isa Melsheimer, Peter Weibel und Ralf Ziervogel.
Parallel zum art forum präsentiert sich auf dem Messegelände die abc art berlin contemporary, eine Mischung aus Ausstellung und Kulturevent. Neben dem Kunstangebot bietet die abc auch Debatten zur Kunstentwicklung. Unter dem Titel «light camera action» widmet sich die abc in diesem Jahr dem Einfluss des Kinos in der Kunst.
In den vergangenen Jahren hatte die Bedeutung des art forums stetig zugenommen - trotz der Wirtschafts- und Finanzkrise, die vor allem bei zahlungskräftigen Sammlern die Kauflaune getrübt hatte. Dennoch hat sich Berlin als eines der wichtigsten Zentren zeitgenössischer Kunst in Euro behauptet.
Mit mehr als 200 international arbeitenden Galerien, zahlreichen Kulturinstitutionen und Sammlungen, lockt die Stadt Kunstliebhaber aus aller Welt. Dank vergleichsweise niedriger Wohn- und Ateliermieten ist die Stadt vor allem für junge Künstler besonders attraktiv.
http://www.art-forum-berlin.com
|
























































