| Bauhaus plant Besucherzentrum für 14 Millionen Euro Von Sophia-Caroline Kosel, dpa |
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| Samstag, 09. Oktober 2010 um 08:59 Uhr | ||
Dessau-Roßlau (dpa/sa) - Das Bauhaus Dessau will seine Attraktivität als Ausflugsziel erhöhen und plant ein Besucherzentrum für 14 Millionen Euro. Dort sollen die Einheimischen und Touristen nicht nur ansprechender empfangen werden, sondern auch mehr Bauhaus- Objekte finden als bislang. «Wir haben eine gute Sammlung, die schon in Tokio, Berlin und New York zu sehen war. Aber hier haben wir dafür keinen Platz und die Besucher sind frustriert, dass sie nur wenig zu sehen bekommen», sagte der Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau, Philipp Oswalt, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.
Von den berühmtem «Freischwinger»-Stühlen über Architekturzeichnungen und Modelle bis zu Fotografien und Filmen: Rund 26 000 Objekte zählen zum Fundus der Stiftung. Die meisten von ihnen werden - verborgen vor dem Blick der Öffentlichkeit - in einer alten Brauerei aufbewahrt. Nur einige Exponate sind in einer kleinen Dauerausstellung im Keller des Bauhaus-Gebäudes zu sehen. «Wir haben viele Beschwerden von Besuchern, die sagen "Das ist alles, was Ihr zeigt?"», sagte Oswalt.
Das Besucherzentrum soll nach Wunsch der Stiftung auf einem Gelände zwischen dem Bauhausgebäude und dem Meisterhaus-Ensemble gebaut und 2013 oder 2014 eröffnet werden. Es sollen 1500 bis 1800 Quadratmeter Ausstellungsfläche entstehen. 500 Quadratmeter sind für den Empfang der Gäste vorgesehen. Diese sollen sich dort nicht nur über das Bauhaus informieren können.
«Der Besucher, der nach Dessau kommt, geht direkt zum Bauhaus und kennt den kulturellen Kontext nicht. Er weiß nicht, dass es hier Spuren von Junkers gibt und ein Theater und eine Gemäldesammlung», sagte Oswalt. «Wir wollen Zusammenhänge herstellen. In unserem Verständnis ist das Bauhaus kein Ufo, das einst hier gelandet ist», sagte der Bauhausdirektor.
Der Bund will für das Projekt 2,4 Millionen Euro aus dem Investitionsprogramm «Nationale Unesco-Welterbestätten» beisteuern. «Bis nächsten Sommer soll die komplette Finanzierung stehen», sagte Oswalt. Nun müsse sich zunächst die Stadt positionieren. Auf der Stadtratssitzung am 27. Oktober wollen die Abgeordneten der klammen Kommune über das Vorhaben abstimmen.
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