| Kupferstich-Kabinett beleuchtet Künstlerfreundschaft |
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| Samstag, 16. Oktober 2010 um 10:14 Uhr | ||
Dresden (dpa/sn) - Die Künstlerfreundschaft zwischen Hugo Erfurth (1874-1948) und Josef Hegenbarth (1884-1962) beleuchtet das Dresdner Kupferstich-Kabinett in einer Sonderschau. «Die Ausstellung ist das Dokument dieser Verbindung», sagte Direktor Bernhard Maaz am Donnerstag. Die Fotografien von Erfurth und die Zeichnungen und Aquarelle von Hegenbarth stellten dabei ein «Panorama der Kunst im frühen 20. Jahrhundert» dar. Dazu gehöre eine Auswahl aus 29 Aufnahmen Erfurths aus dem Nachlass des Künstlerfreundes. «Hegenbarth hat für die Werke eigens eine Kassette anfertigen lassen», berichtete Maaz.
Er hatte die Künstlerporträts zwischen 1914 und 1920 im Tausch gegen eigene Zeichnungen und Aquarelle von Erfurth erhalten. «Wir zeigen Fotografien aus der Mappe in erstaunlicher Vielfalt und hoher Qualität.» Darunter seien Künstlerporträts, Rollenbildnisse von Schauspielerinnen und Tanzbilder der Schwestern Wiesenthal. In aufwendigen technischen Verfahren wie dem Öl- oder Gummidruck hergestellt, wurden die Fotografien repräsentativ auf kostbarem Japanpapier und farbigen Kartons montiert.
In der Schau wurden sie um Blätter von Hegenbarth mit ähnlicher Thematik ergänzt, womit die gegenseitige Befruchtung von Fotografie und bildender Kunst widergespiegelt wird. Das Kupferstich-Kabinett besitzt insgesamt rund 300 Fotografien von Erfurth, der zu den bedeutendsten Vertretern der Porträtfotografie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gehört. Durch Dokumente ist die Freundschaft zu Hegenbarth nicht belegbar. «Es war schon das Zeitalter des Telefons und der Besuche», sagte Maaz.
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