| Londoner Museumsdirektor erhält Folkwang-Preis |
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| Samstag, 16. Oktober 2010 um 10:14 Uhr | ||
Essen (dpa/lnw) - Der Direktor des British Museum in London, Neil MacGregor, erhält den erstmals vergebenen Internationalen Folkwang- Preis. Der 64-Jährige werde damit für sein herausragendes Engagement in der Vermittlung von Kunst ausgezeichnet, berichtete das Museum am Donnerstag in Essen. MacGregor habe in Ausstellungen einer großen Zahl von Menschen auch weniger bekannte Kulturen und Epochen unter aktuellen Fragestellungen erschlossen. Mit MacGregor werde einer der erfolgreichsten Museumsdirektoren der Gegenwart geehrt. Der Preis ist mit 25 000 Euro dotiert und wird am 18. Oktober in Essen verliehen. Die Laudatio hält der frühere Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Peter-Klaus Schuster.
Seine Arbeit zeichne sich durch eine enge Verbindung von Forschung und Vermittlung aus. Außerdem habe er sich um die Sicherung von Weltkulturerbe verdient gemacht, hieß es. In Zusammenarbeit mit der BBC produzierte MacGregor etwa eine «Geschichte der Welt in hundert Objekten». Als die beiden Objekte, die die Gegenwart am besten repräsentieren, wurden dabei eine Solar betriebene Lampe sowie ein Ladegerät für ein Mobiltelefon gewählt. Beide Objekte werden in London gezeigt.
MacGregor wurde 2002 auf den Posten des Direktors des British Museum berufen. Es zählt heute mit über sechs Millionen Besuchern pro Jahr zu den erfolgreichsten Museen der Welt. Den freien Eintritt hat MacGregor stets als unverzichtbar für ein öffentliches Museum verteidigt. Der Internationale Folkwang-Preis soll künftig alle zwei Jahre in Gedenken an den Kunstmäzen Karl Ernst Osthaus (1874-1921) für die Vermittlung von Kunst vergeben werden. Osthaus gründete das Museum Folkwang 1902 im westfälischen Hagen.
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