| Kunst-Besucher müssen sich aus dem Staub machen |
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| Samstag, 16. Oktober 2010 um 10:14 Uhr | ||
London (dpa) - Die Besucher sollten nach Herzenslust auf dem Kunstwerk umherwandeln, jetzt aber müssen sie sich im Wortsinn aus dem Staub machen: Wenige Tage nach der Eröffnung einer Ausstellung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei in der Londoner Tate Modern ist ein riesiges Feld aus 100 Millionen Sonnenblumen-Kernen aus Porzellan gesperrt worden. Die vielen Besucher, die auf der Fläche herumliefen, wirbelten soviel Staub auf, dass es gefährlich für die Gesundheit werde.
Deshalb dürfen die künstlichen Samen, die eine Fläche von rund 1000 Quadratmetern bedecken, jetzt nur noch von Außen und von den Galerien der Halle betrachtet werden. Ai Weiwei habe der Änderung zugestimmt, sagte eine Sprecherin am Freitag. Der Regimekritiker spielt mit seinem Kunstwerk auf Propaganda-Bilder der Kulturrevolution in China an, in denen Revolutionsführer und Staatschef Mao Tsetung als Sonne dargestellt wurde, die Massen hingegen als Sonnenblumen, die sich in seine Richtung drehen.
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