| Lindenau-Museum verschiebt Ullman-Ausstellung |
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| Samstag, 16. Oktober 2010 um 10:14 Uhr | ||
Altenburg (dpa/th) - Wegen einer Erkrankung des israelischen Künstlers Micha Ullman hat das Altenburger Lindenau-Museum seine für Mitte November geplante Ausstellung «BERGWERK» auf 2011 verschoben. Ullman könne derzeit nicht reisen, teilte eine Sprecherin des Museums am Freitag zur Begründung mit. Als zentrales Werk der Schau habe Ullman eine raumgreifende Skulptur geplant, «die sich in einem autobiografischen Sinne mit der Geschichte seiner 1933 aus Thüringen nach Palästina emigrierten Familie beschäftigt.» Die Skulptur wolle er aus thüringischen Kalisalzen und Vulkangestein aufbauen. Dies sei ohne seine Anwesenheit nicht möglich.
Ullman wurde im vergangenen Jahr der mit 12 500 Euro dotierte Gerhard-Altenbourg-Preis 2010 zugesprochen. Mit der Auszeichnung ist neben dem Preisgeld auch die Ausstellung samt Katalog verbunden.
Der Israeli hat viele Jahre an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart als Professor für Skulptur gelehrt und zweimal an der Documenta teilgenommen. Zu seinem Werk gehört das Denkmal gegen die Bücherverbrennung der Nationalsozialisten in Berlin in Form einer unterirdischen leeren Bibliothek. Seine Eltern stammen nach Angaben des Lindenau-Museums aus Dorndorf im Wartburgkreis und emigrierten 1933 nach Palästina. Ullman wurde 1939 in Tel Aviv geboren, in deren Nähe er heute lebt.
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