| Sammlung Brabant vereint Bekanntes und Vergessenes |
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| Montag, 18. Oktober 2010 um 08:01 Uhr | ||
Wiesbaden(dpa/lhe) Bekannte und in Vergessenheit geratene Künstler vereint die Ausstellung «Bilderleidenschaft Die Sammlung Frank Brabant». Die Schau im Museum Wiesbaden umfasst rund 80 Exponate von Künstlern wie Max Beckmann, Ernst Ludwig Kirchner und Alexej von Jawlenksy. Schwerpunkt sind der Expressionismus der 1910- er und 1920-er Jahre sowie die «Neue Sachlichkeit». Der 1938 in Schwerin geborene und seit 1958 in Wiesbaden lebende Sammler präsentiert nach 28 Ausstellungen in ganz Deutschland nun sein erstes «Heimspiel», wie er bei der Eröffnung am Sonntag sagte.
Die Ausstellung zeige mit Werken «aller Medien» von Gemälden über Zeichnungen und Aquarelle bis zur Druckgrafik einen «facettenreichen Kosmos der klassischen Moderne», sagte Kurator Roman Zieglgänsberger. «Ich habe mich immer geärgert, dass nur 20 Maler in Deutschland in Museen ausgestellt werden», erklärte Brabant, warum er nie nur nach großen Namen geschaut habe. Er habe sich auch für die «verschollene Generation» interessiert. Zu Beginn seiner Sammelleidenschaft in den 1960er Jahren, die mit dem Kauf des Werkes «Redner» von Max Pechstein für 300 Mark begonnen habe, seien diese Künstler kaum beachtet worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg hätten sie oft den Anschluss verpasst. Inzwischen würden wieder eigene Museen für sie gebaut.
Für die bis zum 2. Januar laufende Ausstellung wurden 82 der rund 300 Exponate ausgewählt, die sonst Brabants Privatwohnung füllen. «Wir wollten nicht einzelne Highlights präsentieren, sondern die Sammlung als Sammlung in den Vordergrund stellen», sagte Jörg Daur, der kommissarische Museumsleiter. Weitere 20 Werke würden in der Schau «Vom Blauen Reiter zum Abstrakten Expressionismus» ausgestellt, die vom 31. Oktober bis 27. Februar in dem Haus gezeigt wird.
http://www.museum-wiesbaden.de
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