| Hamburger Kulturgipfel steht - Teilnehmer kritisch |
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| Donnerstag, 21. Oktober 2010 um 08:22 Uhr | ||
Hamburg (dpa/lno) - Der Hamburger Kulturgipfel steht: Zahlreiche Vertreter der großen Kulturinstitutionen an der Elbe sollen nächste Woche Mittwoch (27.10.) zu einem vertraulichen Gespräch mit Bürgermeister Christoph Ahlhaus und Kultursenator Reinhard Stuth (beide CDU) zusammenkommen. Nach dpa-Informationen vom Dienstag soll das abendliche Treffen nicht im Rathaus stattfinden sondern im Gästehaus des Senats. Zwar werde nicht über den Sparkurs an sich diskutiert, hieß es. Allerdings ginge es darum, «die gegenwärtige Debatte zu versachlichen» und gegebenenfalls Alternativen zu einzelnen Maßnahmen zu erörtern.
Zu den Eingeladenen gehören auch die Chefs der von den Sparplänen besonders hart betroffenen Institutionen Altonaer Museum und Schauspielhaus. Museumsdirektor Torkild Hinrichsen, dessen Haus bis Jahresende geschlossen werden soll, äußerte sich kritisch über den Nutzen eines solchen Treffens. «Ich verstehe das vielmehr als Vorgespräch für einen Runden Tisch.» Für eine einvernehmliche Lösung mit Ahlhaus als Verhandlungsführer sei die Situation mittlerweile zu verhärtet. «Meiner Meinung nach müsste es einen neutralen Vermittler geben, der von allen Seiten respektiert ist.»
Jack Kurfess - Geschäftsführer des Schauspielhauses, das ab 2011 mit 1,2 Millionen Euro weniger im Jahr auskommen muss - begrüßte zwar die kurzfristige Einladung. «Angesichts der Sparleistungen, welche die Kulturinstitutionen in den letzten Jahrzehnten erbracht haben, darf es allerdings nicht ausschließlicher Inhalt dieser Gespräche sein, festgelegte Kürzungsbeträge zwischen den Institutionen zu verteilen.» Vielmehr sollte es auch um Hamburgs Profil als Kulturstadt gehen und inwieweit die Stadt bereit sei, dafür einzustehen.
Hamburgs Bürgermeister hatte die Gespräche am vergangenen Freitag angekündigt, nachdem Kultur und Politik bereits mehrfach danach verlangt hatten. Erst im September hatte der schwarz-grüne Senat für den Doppelhaushalt 2011/2012 Kürzungen von 510 Millionen Euro pro Jahr beschlossen.
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