| Fehlersuche nach Verkauf wertvoller Goethe-Zeichnungen |
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| Donnerstag, 21. Oktober 2010 um 08:22 Uhr | ||
Weimar (dpa/th) - Thüringens Landesregierung will klären, wie es zu dem Verlust wertvoller Goethe-Zeichnungen für Weimar kommen konnte. «Es wird eine grundlegende Aufarbeitung der Vorgänge geben», sagte Regierungssprecher Peter Zimmermann am Dienstag in Erfurt. In der vergangenen Woche war bekanntgeworden, dass die Familie Graf Henckel von Donnersmarck 35 Dauerleihgaben, die bis April 2009 in Weimar waren, an einen privaten Sammler in Österreich verkauft hatte. Die Zeichnungen sollten eigentlich auf Antrag der Klassik Stiftung Weimar zum national wertvollen Kulturgut erklärt werden.
Nach Angaben von Zimmermann soll nun auch geklärt werden, ob zivilrechtliche, arbeitsrechtliche oder strafrechtliche Konsequenzen aus dem Vorfall zu ziehen sind. Das Thüringer Bildungsministerium sei beauftragt worden, einen Bericht zu schreiben, um Transparenz in die Vorgänge zu bringen.
Wenn die 35 Goethe-Zeichnungen rechtzeitig zum nationalen Kulturgut erklärt worden wären, hätten sie nicht ins Ausland verkauft werden können, hatte das Ministerium erklärt. Das sei bei zehn weiteren Goethe-Zeichnungen geschehen. Die in Bayern lebende Adelsfamilie Graf Henckel von Donnersmarck ist mit Goethes Schwiegertochter Ottilie von Pogwisch verwandt. Bereits 1885 hatte sie zusammen mit einem anderen Erben Weimar mehr als 800 Goethe- Zeichnungen vermacht. Zudem wurden 1994 dem Goethe-Nationalmuseum eine Vielzahl von Kunstgegenständen aus dem Schloss Hirschhügel bei Rudolstadt als Dauerleihgabe übergeben, darunter die 45 Zeichnungen.
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