| Schäfer sieht begrenzten Spielraum für Kulturförderung |
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| Mittwoch, 27. Oktober 2010 um 07:09 Uhr | ||
Düsseldorf (dpa/lnw) - NRW-Kulturministerin Ute Schäfer (SPD) sieht nur begrenzte finanzielle Spielräume für die Förderung von Kulturprojekten im Land. Sie könne den Kulturhaushalt nicht wie die schwarz-gelbe Vorgängerregierung verdoppeln, sagte Schäfer am Montagabend bei einer Diskussion mit Vertretern der freien Kunstszene in Düsseldorf. Angesichts des Sparzwanges setzt sie auf Kooperationen der Kulturinstitutionen und Synergien. Kulturpolitik sei auch eine Gemeinschaftsaufgabe von Land und Kommunen.
Als Schwerpunkt für die Legislaturperiode nannte Schäfer die Förderung der kulturellen Bildung bei Kindern und Jugendlichen, und das nicht nur in traditionellen Bereichen wie Kunst oder Musik. Auch eine «umfassende Medienkompetenz» sei ein Kernstück der Jugendkulturarbeit, sagte Schäfer. Nordrhein-Westfalen solle sich zu einem «Jugendkulturland» entwickeln.
Schäfer sicherte zugleich eine «große Kontinuität» der bisherigen Kulturpolitik zu. So werde die Kunst weiter einen hohen Stellenwert haben. Außerdem wolle sie NRW als «Tanzland» weiter fördern. Zudem würden erfolgreiche Projekte wie etwa das Programm «Jedem Kind ein Instrument», mit dem schon 60 000 Grundschulkinder eine musikalische Grundbildung erhalten haben, fortgeführt. Auch die freie Kulturszene wolle sie unterstützen. Nagelprobe für die Kulturpolitik werde der Haushalt 2011 sein, der vermutlich erst gegen Ostern verabschiedet werde.
Schäfers Ministerium umfasst die Ressorts Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport. In der FDP/CDU-Vorgängerregierung war der Posten eines Kulturstaatssekretärs an die Staatskanzlei angedockt.
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