| «Tanzplan Bremen» zeigt künstlerische Vielfalt des Nordens Von Sabine Komm, dpa |
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| Mittwoch, 27. Oktober 2010 um 07:09 Uhr | ||
Bremen (dpa/lni) - Die Kulturstiftung des Bundes hat mit dem Förderprogramm «Tanzplan Deutschland» ein klares Bekenntnis für den Tanz abgeben. Fünf Jahre lang wurde bundesweit eine Vielzahl von Projekten gefördert und miteinander verzahnt. Allein das Bremer «Tanzplan»-Projekt haben Bund und Hansestadt mit insgesamt 1,2 Millionen Euro unterstützt. Jetzt läuft die Förderung aus. Das «Norddeutsche Tanztreffen» vom 4. bis 9. November in Bremen ist nach Angaben der Veranstalter die letzte Möglichkeit, städtische und freie Ensembles und Schülerprojekte von Bremerhaven bis Greifswald so kompakt an einem Ort zu erleben.
Ausgangspunkt für «Tanzplan Bremen» sei es gewesen, die städtischen Kompanien aus ihren Häusern herauszuholen und vor neuem Publikum und neuen Kritikern auftreten zu lassen, sagte Projektleiterin Patricia Stöckemann am Dienstag. Deshalb habe sich das Land Bremen mit Ensembles aus den niedersächsischen Städten Braunschweig, Hannover, Oldenburg und Osnabrück sowie Hamburg, Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) und Kiel (Schleswig-Holstein) vernetzt. Auf insgesamt neun «Norddeutschen Tanztreffen» wurden in den jeweiligen Partnerstädten Produktionen von städtischen und freien Kompanien sowie von Schüler- und Jugendgruppen gezeigt. «Damit haben wir bundesweit für Aufsehen gesorgt und politisch ein Signal gesetzt», sagte Stöckemann. Darauf sei sie stolz.
Ein «absolut positives Fazit» zog auch Manuela Demmler vom steptext dance project. Durch «Tanzplan Bremen» hätten freie Choreographen die einzigartige Möglichkeit gehabt, in den großen Stadttheatern aufzutreten. Zudem sei im Rahmen dieses Förderprogramms «XtraFrei» gegründet geworden, eine Plattform für freie Choreographen und Tänzer. «Diese Arbeit möchten wir unbedingt fortgesetzt», sagte Demmler. Zudem wolle Bremen seine herausragende Rolle hinsichtlich seiner Kinder- und Jugendtanzprojekte in Zukunft noch ausbauen.
Eröffnet wird das 9. «Norddeutsche Tanztreffen» mit dem Stück «Flash Mob». Gastchoreographin Henrietta Horn setzt sich darin kritisch mit schnelllebigen Kommunikationsformen auseinander. In der Uraufführung «Babel» (5. November) reagieren die «young artists» - Tänzer ab 14 Jahren - auf die Frage, was Menschen im Namen des Glaubens trennt oder verbindet. In der Berliner Produktion «Wound» (5. November) geht es um Verletzungen und Traumata, um Träume und Alpträume.
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