| Neuer Anlauf für Kunsthalle in Berlin |
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| Mittwoch, 27. Oktober 2010 um 07:09 Uhr | ||
Berlin (dpa/bb) - Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit macht einen neuen Anlauf für die seit langem geplante Kunsthalle für zeitgenössische Kunst. Mit Hilfe der international renommierten Experten Klaus Biesenbach (New York), Christine Macel (Paris) und Hans Ulrich Obrist (Schweiz) soll bis zum Sommer 2011 eine Ausstellung entstehen, bei der vor allem junge in Berlin arbeitende Künstlerinnen und Künstler einen Überblick über ihr Schaffen geben.
«Mit dieser Bestandsaufnahme wollen wir die Debatte um eine ständige Berliner Kunsthalle beleben und so qualifizieren, dass Senat und Abgeordnetenhaus mit dem nächsten Haushalt eine Entscheidung fällen können», sagte Wowereit, der auch für das Kulturressort verantwortlich ist, am Dienstag.
Die Hauptstadt hat trotz ihrer vielen hochkarätigen Museen bisher keinen zentralen Ausstellungsort für zeitgenössische und noch nicht fest etablierte Kunst. Langjährige Bemühungen, Abhilfe zu schaffen, waren gescheitert. Die als Zwischenlösung eingerichtete temporäre Kunsthalle am Schlossplatz wurde wie geplant Ende August nach zwei Jahren geschlossen. Mehr als 200 000 Besucher hatten die Ausstellungen besucht.
Für die jetzt von Wowereit initiierte «Bestandsaufnahme» ist der Berliner Humboldthafen als Ausstellungsort vorgesehen. Die Berater Biesenbach, Macel und Obrist betreuen die Auswahl der Kuratoren und der zum Wettbewerb eingeladenen Architekten. Sie stünden für die Qualität der Studie, ihre internationale Perspektive gewährleiste Objektivität, so Wowereit. Als Kuratoren wurden Angelique Campens, Magdalena Magiera, Jakob Schillinger, Scott Weaver und weitere junge Ausstellungsmacher beauftragt.
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