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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Kunsthalle Bielefeld zeigt westfälischen Expressionismus PDF Drucken E-Mail
Freitag, 29. Oktober 2010 um 07:08 Uhr

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Bielefeld (dpa/lnw) ­ Den Einzug der Moderne in die vermeintliche Provinz veranschaulicht von Sonntag an die Ausstellung «Der westfälische Expressionismus» in der Kunsthalle Bielefeld. Bis zum 20. Februar 2011 sind dort rund 180 Werke von Künstlern wie August Macke, Christian Rohlfs, Peter August Böckstiegel und Hermann Stenner zu sehen, die die Liebe zum ländlichen Leben und einen Hang zur Zurückgezogenheit teilten. Das teilte die Kunsthalle am Donnerstag in Bielefeld mit.

 

«Der westfälische Expressionismus war kein Gemeinschaftsstil, wie ihn etwa die Brücke-Künstler entwickelt haben, sondern das Werk einzelner Individuen, die dem Impuls folgten, sich der modernen Kunst zu nähern und ihren Beitrag dazu zu leisten», sagte Kuratorin Jutta Hülsewig-Johnen. Hagen, Soest und Bielefeld waren seit Beginn des 20. Jahrhunderts die Zentren des westfälischen Expressionismus, den die Kunsthalle Bielefeld aus der Vergessenheit holt.

 

In Hagen gründete Karl Ernst Osthaus im Jahre 1902 das Museum Folkwang, um seine Sammlung moderner Kunst der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im dortigen Atelier wirkte Christian Rohlfs, der sich erst im fortgeschrittenen Alter vom Impressionismus zum Expressionismus wandte und die jüngere Künstlergeneration stark beeinflusste.

 

Mit dem Kreis um Wilhelm Morgner etablierte sich die neue Kunstrichtung auch in Soest. In Bielefeld erlebte der Expressionismus seine Geburtsstunde 1907 mit der Eröffnung der Werkkunstschule. Der dort lehrende Maler Ludwig Godewols fuhr mit seinen Schülern, darunter auch Peter August Böckstiegel, zum Museum Folkwang nach Hagen, wo sie sich mit dem Virus der modernen Kunst ansteckten.

 

«Begründet wurde der Expressionismus zwar in den Metropolen wie Berlin, München und Dresden, doch in Westfalen lebten zahlreiche Künstler von großem Format, die ihn dort verankerten. Diese Kunst ist alles andere als provinziell, obwohl sie jenseits der Zentren entstand», betonte Jutta Hülsewig-Johnen. Zwar verwandten auch die westfälischen Expressionisten ausdrucksstarke, kräftige Farben, doch unterschieden sie sich bei der Wahl der Sujets deutlich von den anderen deutschen Künstlern ihrer Zeit.

 

Die Hauptthemen Großstadt, Nacktheit und Prostitution sind bei den Westfalen nicht vorhanden. So fand der in Werther bei Bielefeld geborene Bauernsohn Peter August Böckstiegel seine Motive in der ländlichen Welt seines Heimatdorfes und bezeichnete sich selbst als «westfälischen Bauernmaler». Und auch August Macke, der wegen seiner Herkunft aus Meschede in die Ausstellung aufgenommen wurde, malte und lebte seine persönliche Idylle fernab vom Großstadttrubel im Garten seines Bonner Hauses.



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