| Originelles und Ausgefallenes auf der Grassimesse |
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| Freitag, 29. Oktober 2010 um 07:08 Uhr | ||
Die Grassimesse in Leipzig hat ihre Wurzeln in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Trotzdem oder gerade deswegen präsentiert Deutschlands älteste Museumsmesse dieses Jahr überraschend experimentierfreudige Exponate.
Leipzig (dpa/sn) - Armreifen aus Buntstiften, Trinkbecher aus Beton, Schüsseln aus Fahrradketten: Die Grassimesse in Leipzig (29. bis 31. Oktober) besticht in diesem Jahr mit einer Vielzahl überraschender Objekte. Natürlich sind auf Deutschlands ältester Museumsmesse auch Design-Klassiker wie Teppiche oder Hüte zu sehen und zu kaufen. Aber Eva-Maria Hoyer, Direktorin des Grassi Museums für Angewandte Kunst, betonte am Donnerstag, die Originalität vieler Exponate. «Es ist so, dass die Suche nach dem "Schönen", nach dem Individuellen, nach der Emotion immer stärker wird.»
Rund 100 Aussteller aus 14 Ländern beteiligen sich an der Grassimesse 2010. Weit größer war die Zahl der Bewerber - laut Hoyer mehrere Hundert. Für die Museumschefin spiegelt sich darin auch die - wieder - gewachsene Bedeutung der Veranstaltung. «Die Messe hat ihre Wurzeln 1920. Hier war alles, was Rang und Namen hatte. Wer heute hier ausstellt, steht in dieser Tradition.» Dazu komme das prachtvolle Ambiente des sanierten Grassi Museums. Hoyer: «Hier verbindet sich Location mit Tradition.»
Das Besondere in einer immer gleichförmiger werdenden, vernetzten Welt hervorzuheben, das sei eines der Ziele der Grassimesse. «Es ist die Aufgabe, die Entwicklung der Angewandten Kunst zu zeigen, herauszufiltern, was ist gut, was ist Qualität, was ist Ästhetik», sagte Hoyer. Neben Schmuck und Gebrauchsgegenständen aus verschiedensten Materialien sind an den 80 Ständen auch Keramik, Spielzeug und Möbel ausgestellt. |
























































