| Stierkampfmotive von Goya und Picasso in Herford |
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| Freitag, 29. Oktober 2010 um 07:08 Uhr | ||
Herford (dpa/lnw) - Der Stierkampf ist das Thema zweier Grafikzyklen von Francisco de Goya und Pablo Picasso, die der Herforder Kunstverein vom kommenden Sonntag an in der Ausstellung «La Tauromaquia» im Daniel-Pöppelmann-Haus in Herford zeigt. Als literarische Vorlage der insgesamt 66 Aquatinta-Arbeiten, die bis zum 16. Januar zu sehen sind, diente beiden Künstlern ein im Jahre 1796 erschienenes Regelwerk des Matadors Pepe Illo. «Die im zeitlichen Abstand von 144 Jahren entstandenen Werke verdeutlichen, welche große Bedeutung eine Tradition wie der Stierkampf für die Kultur eines Landes besitzt», sagte der Vorsitzende des Kunstvereins, Theodor Helmert-Corvey, am Donnerstag in Herford.
Während Goya im Jahre 1815 die historische Entwicklung des von den Mauren nach Spanien gebrachten Stierkampfes in 40 Blättern illustrierte, stellte Picasso 1957 in seiner 26-teiligen Serie den Ablauf in der Arena dar. Detailreich und von großer räumlicher Wirkung sind die Arbeiten Goyas, während bei Picasso, der die Serie in nur drei Stunden schuf, das Skizzenhafte überwiegt. «Zwar sind die gestalterischen Unterschiede groß, doch steht bei beiden Künstlern das Duell zwischen Torero und Stier im Mittelpunkt», betonte Helmert- Corvey. Ergänzt werden die Grafikzyklen durch Lithographien, Linolschnitte und Keramiken Picassos, die sich ebenfalls mit dem Stierkampf befassen. |
























































