| Würzburger Wissenschaftler sorgen sich um Thüringer Kunstschätze |
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| Mittwoch, 01. September 2010 um 06:41 Uhr | ||
Würzburg (dpa/lby) - Wissenschaftler der Universität Würzburg wollen wertvolle mittelalterliche Wandmalereien in Thüringen vor dem Verfall bewahren. In einem Forschungsprojekt soll der Bestand der großflächigen Kunstwerke erfasst und für die Wissenschaft erschlossen werden. Wie die Universität am Dienstag mitteilte, arbeitet hierfür das Institut für Kunstgeschichte mit der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten und dem Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege zusammen. Die Deutsche Forschungsgesellschaft unterstützt die wissenschaftlichen Bemühungen um die mittelalterlichen Zeugnisse mit rund einer halben Million Euro.
Wandmalereien in kunst- und kulturgeschichtlich interessanten Bauwerken wie in der Kapelle im Palas der Wartburg, im Hessenhof in Schmalkalden oder in St. Nikolaus in Jena-Lichtenhain werden von Restauratoren und Kunsthistorikern untersucht. Auch frühere Restaurierungsarbeiten sollen dabei genau beleuchtet werden. «Bis heute werden lange zurückliegende Restaurierungen in der Kunstgeschichtsforschung zu wenig hinterfragt», sagte Stefan Kummer, Professor für Kunstgeschichte in Würzburg.
Viele Bilder seien heute akut gefährdet, betonte Kummer. Dabei seien die Wandmalereien für die Erforschung der Geschichte Thüringens von großer Bedeutung. Bislang habe sich die Forschung vor allem auf Glas- und Tafelmalereien beschränkt, doch diese seien - im Gegensatz zu den Wandmalereien - gerade aus den frühen Jahrhunderten des Mittelalters nur sehr lückenhaft erhalten.
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