| Ausschuss will Finanzakten von Moritzburg einsehen |
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| Donnerstag, 02. September 2010 um 06:49 Uhr | ||
Magdeburg/Halle (dpa/sa) - Der Kulturausschuss des Landtags will die wegen ihrer Haushaltsführung in die Kritik geratene Stiftung Moritzburg in Halle noch genauer unter die Lupe nehmen. «Wir wollen nachhaken und uns die Sachverhalte noch mal erklären lassen», sagte Ausschussvorsitzender Gunnar Schellenberger (CDU) am Mittwoch in Magdeburg.
Die Landesregierung wurde aufgefordert, dem Gremium Einsicht in sämtliche Akten der Stiftung zu gewähren. So sollen die Dokumente zu den Haushaltsplänen des Museums, zur Finanzierung von Gemäldeankäufen und geplanten Krediten sowie zum Brandschutz zugänglich gemacht werden. Die Stiftung erhält und betreibt das Landeskunstmuseum in Halle. Moritzburg-Direktorin Katja Schneider hatte erklärt, die Probleme des Hauses schnell lösen zu wollen.
Nach Ansicht der FDP ist der Kulturausschuss trotz offensichtlich jahrelanger Ungereimtheiten bisher nicht über die Lage der Moritzburg informiert worden. «Ich bin erschüttert. Das Kultusministerium geht den Vorgang noch immer nicht wirklich offensiv an», sagte der hallesche FDP-Abgeordnete Gerry Kley.
Die Linke sieht unterdessen das Vorhaben des Landes skeptisch, dass die Stiftung Moritzburg und die Stiftung Dome und Schlösser Sachsen-Anhalt vorübergehend kooperieren sollen. Dafür gebe es noch kein klares Konzept. Der Ausschuss verlangte zudem Einsicht in Akten der ebenfalls in Halle ansässigen Kunststiftung Sachsen-Anhalt. Sie war wegen des Umzugs in größere Räumlichkeiten in die Kritik geraten.
http://www.stiftung-moritzburg.de
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