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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Dresdner Gemäldegalerie zeigt frühen Vermeer PDF Drucken E-Mail
Samstag, 04. September 2010 um 07:59 Uhr

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Er zählt wie Rembrandt und Frans Hals zu den bedeutendsten holländischen Künstlern des 17. Jahrhunderts. Das Frühwerk von Johannes Vermeer ist aber wenig bekannt. Die Dresdner Galerie Alte Meister hat nun ihr berühmtestes Vermeer-Bild Realität werden lassen.

 

Dresden (dpa/sn) - Die Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister porträtiert bis zum 28. November den Delfter Barockmaler Johannes Vermeer (1632-1675). Die Ausstellung «Der frühe Vermeer» vereint zum ersten Mal alle seine erhaltenen frühen Gemälde an einem Ort, teilten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden am Freitag mit. Vermeer zähle neben Rembrandt und Frans Hals zu den bedeutendsten holländischen Künstlern des 17. Jahrhunderts, sein Frühwerk aber sei bisher wenig beachtet. «Vermeer ist etwas für Kenner und solche, die es werden wollen», sagte Direktor Bernhard Maaz der Nachrichtenagentur dpa. Die Galerie gehöre zu den wenigen Sammlungen, in denen zwei Frühwerke von Vermeers Entwicklung zeugten.

 

Neben dem «Brieflesenden Mädchen am offenen Fenster» und «Bei der Kupplerin» (1656) sind «Diana und ihre Gefährtinnen» (um 1653/54) aus dem Mauritshuis Den Haag und «Christus bei Maria und Martha» (um 1654/55) aus der National Gallery of Scotland Edinburgh zu sehen. Die drei Werke waren schon in Den Haag gemeinsam zu sehen und gehen später nach Edinburgh. Daneben geben Arbeiten italienischer und holländischer Künstler - allesamt Leihgaben - einen tiefen Einblick in Vermeers frühe Phase der Bildentwicklung, sagte Kuratorin Uta Neidhardt.

 

Highlight der Schau ist das Realität gewordene Zimmer aus Vermeers berühmten Bild «Brieflesendes Mädchen». Das Motiv des Kunstwerks wurde originalgetreu und maßstabsgerecht nachgebaut. «Nicht nur Kinder und Jugendliche werden Gefallen an der Nach-Inszenierung finden», sagte Galeriedirektor Maaz. Jeder Betrachter könne anhand dieses Interieurs nachsinnen, wie Kunst entstehe, wie «wirklich» die abgebildete Realität sei. «Man gewinnt eine schöne und charmante Anschauung davon, welche Objekte zur Lebenswirklichkeit zu Vermeers Zeiten gehörten.» Der Entstehung des frühen Meisterwerks, das seit 1742 zum Bestand der Dresdner Galerie gehört, widmet sich auch ein umfangreiches Bildungsprogramm.

 

Ein Delfter Zimmer mit kunstgewerblichen Objekten und weitere 20 Gemälde von Delfter Malern und Zeitgenossen Vermeers aus dem Bestand der Dresdner Galerie zeugen von dessen künstlerischem Umfeld. Laut Maaz bietet Vermeer vielen Menschen etwas. Die Besucher könnten die Entwicklung des Künstlers, die Vielfalt seiner Ausdrucksformen, die stille Poetik von Gemälden, die feinen Nuancen der Malerei genießen. Die Exposition präsentiere zudem eine Fülle von Bezügen - «zur Mode der Zeit, zu wissenschaftlichen Instrumenten, zur Malerei in Delft, die ihm maßgeblich prägte».

 



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