| «Die Welt»: Liste offensichtlich gefälschter Bilder wird länger |
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| Dienstag, 07. September 2010 um 06:35 Uhr | ||
Duisburg (dpa) - Der millionenschwere Skandal um mutmaßlich gefälschte Bilder aus einer dubiosen Kunstsammlung weitet sich aus. Der Direktor des Duisburger Wilhelm-Lehmbruck-Museums, Raimund Stecker, bestätigte am Montag einen Vorabbericht der «Welt» (Dienstag), dass auch in seinem Haus ein zweifelhaftes Bild hänge.
Es handele sich um ein Werk des polnisch-französischen Kubisten Louis Marcoussis, das derzeit als Leihgabe der spanischen Telefongesellschaft Telefónica in der Ausstellung «Der Kubismus und sein Umfeld» hänge. «Wir gehen davon aus, dass es sich um eine Fälschung handelt», sagte Stecker der dpa. Das Landeskriminalamt Berlin habe ihn über die Ermittlungen in Zusammenhang mit der angeblichen Kunstsammlung Werner Jägers informiert. Er habe neben das Bild in der Ausstellung einen Zettel hängen lassen, das auf den Fälschungsverdacht hinweise.
In den vergangen Tagen war bekanntgeworden, dass zu den mutmaßlichen Fälschungen, die seit 1995 über Galerien und Auktionshäuser verkauft wurden, Gemälde im Millionenwert von Heinrich Campendonk, Max Pechstein, Max Ernst und André Derain zählen. Das Marcoussis-Bild zeigt den jüdischen Kunsthändler Alfred Flechtheim und trägt auf der Rückseite einen jener Aufkleber, durch die der Fälschungsskandal um die Sammlung Jäger ins Rollen kam.
Drei Verdächtige wurden nach Zeitungsberichten festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Köln hatte bestätigt, dass ein großes Kunstfälschungsverfahren bei ihr anhängig sei. Eine der Fälschungen soll das Gemälde «Rotes Bild mit Pferden» von dem Expressionisten Campendonk sein. Das Bild war 2006 für einen Rekordpreis von 2,4 Millionen Euro versteigert worden.
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