| Beutekunst zurück in Pirmasens |
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| Freitag, 10. September 2010 um 06:36 Uhr | ||
Pirmasens (dpa/lrs) - In den Wirren am Ende des Zweiten Weltkriegs stahl ein amerikanischer Soldat elf Gemälde und nahm sie mit nach Amerika - nach 65 Jahren sind die Kunstwerke jetzt wieder in Pirmasens. Der US-Botschafter in Deutschland, Philip D. Murphy, übergab die Bilder des Pirmasenser Malers Heinrich Bürkel sowie von Philipp Fix und Alois Broch am Donnerstag an die Stadt. Mit dabei war die Großnichte des inzwischen gestorbenen US-Soldaten.
Sie hatte die Bilder geerbt und sich mit der Rückgabe der Beutekunst einverstanden erklärt, nachdem die Stadt Pirmasens ihren Anspruch angemeldet und den Eigentumsnachweis erbracht hatte. Die Werke sollen an diesem Freitag ins Depot im alten Rathaus der Stadt gebracht und dann restauriert werden. Sie hätten bei der Lagerung in dem Keller, in dem sie in den USA aufbewahrt worden waren, gelitten, hieß es.
Die Bilder waren vermutlich in den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs aus dem Bestand des Pirmasenser Heimatmuseums gestohlen worden. Wie viele Werke damals insgesamt wegkamen, ist nicht klar. Die Stadt hat allein 19 Bilder des Landschaftsmalers Bürkel als Verlust gemeldet.
Die jetzt zurückgebenen Ölgemälde haben nach Angaben der Stadt einen Wert von 188 000 Euro. Die drei Werke von Bürkel (1802-1869) tragen die Titel «Landschaft von der Ponte Nomentano», «Szene vor der Porta Maggiore in Rom» sowie «Der Schimmel wird beschlagen». Fix hat auf den Bildern sechs Kinder des Landgrafen Ludwig IX sowie dessen Gemahlin porträtiert. Brochs Bild zeigt zwei Engel.
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