| Ludwig Forum zeigt experimentelle Architektur |
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| Samstag, 11. September 2010 um 08:20 Uhr | ||
Aachen (dpa/lnw) - Experimentelle Architektur und Kunst versuchen im Ludwig Forum für Internationale Kunst eine Annäherung. Das Museum widmet sich in einer Ausstellung der experimentellen, modernen Architektur. In «West Arch - A new Generation in Architecture» präsentieren 25 Architekturbüros aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland ihre Entwürfe in Modellen, Bildern und Zeichnungen. «Wir wollen über Architekturästhetik sprechen», sagte Museumsdirektorin Brigitte Franzen am Freitag bei der Vorstellung.
Die Aussteller repräsentieren die junge, experimentierfreudige Szene, abseits des Mainstreams. Gezeigt werden geplante oder tatsächlich umgesetzte Projekte, wie das Einfamilienhaus der Architekten «2012» aus Rotterdam. Das Haus bestehe zu einem Großteil aus recyceltem Material, sagte Kurator Jan Kampshoff.
Für die «Villa Welpeloo» im niederländischen Enschede schauten sich die Architekten in der Umgebung nach verwertbarem Material um. Die Fassade bauten sie aus aus hölzernen Bestandteilen großer Kabeltrommeln. Stahlteile in dem Haus bestehen aus einer zerlegten Textilmaschine. Das Prinzip der jungen Architekten: Vor der Planung erstellen sie sogenannte Erntekarten mit für die Zweitverwertung brauchbarem Material.
Die Wuppertaler Architekten «Lobomob» stehen für aufblasbare Architektur. In der Ausstellung zeigen sie ein aufblasbares Partyzelt mit ungewöhnlichem Design. Ein Hingucker. Wichtiger sei für das Museum die Geschichte des Architekturbüros, die dahintersteht - wie eine Idee entsteht, weiterentwickelt wird, wie Architekten entwickeln und produzieren. Die Ausstellung thematisiert neben den Arbeitsmethoden auch den Einfluss digitaler Planungsmethoden auf Architektur.
Die junge Architekten-Generation orientiere sich an der bildenden Kunst, sagte Franzen. Das Museum greift die Diskussion über junge Architektur in einem ausführlichen Begleitprogramm auf. Eine feste Instanz ist dabei der «Arch-Talk», bei dem Architektur-Studenten jeden Samstag mit Museumsbesucher diskutieren wollen. Die Ausstellung wird gefördert von der Landesinitiative Stadtbaukultur.
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