| Kunsthaus Apolda zeigt Arbeiten von Max Klinger |
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| Samstag, 11. September 2010 um 08:20 Uhr | ||
Apolda (dpa/th) - Der Bildhauer, Maler und Zeichner Max Klinger (1857-1920) steht im Mittelpunkt einer neuen Ausstellung im Kunsthaus Apolda. Von diesem Sonntag an werden rund 160 Arbeiten des Künstlers gezeigt. Einige seien erstmals überhaupt öffentlich zu sehen, sagte Kurator Hans-Dietrich Mück am Freitag. Klinger gilt als einer der wichtigsten deutschen Vertreter des Symbolismus. Diese Kunstströmung entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts zwischen Impressionismus und Expressionismus. Anlass für die Schau in Apolda ist der 90. Todestag Klingers in diesem Sommer. Sie ist bis zum 19. Dezember zu sehen.
Ausgestellt sind Ölgemälde, Aquarelle, Pastelle, Radierungen und Skulpturen des Künstlers. Klinger sei trotz seiner Berühmtheit schon zu Lebzeiten nach seinem Tod am 4. Juli 1920 in Großjena bei Freyburg «von der Kunstgeschichte zur Seite gestellt» worden, sagte Mück. «In seiner Zeit war er ein Superstar, so wie zurzeit aus Neo Rauch einer gemacht wird.» Der in Leipzig geborene und von Kunstmäzen Harry Graf Kessler geförderte Klinger erwarb sich seine herausragende Stellung innerhalb des Symbolismus vor allem durch sein grafisches Schaffen, das er «Griffelkunst» nannte.
Der überwiegende Teil der ausgestellten Arbeiten sind Leihgaben des Privatsammlers Siegfried Unterberger in Meran (Südtirol). Weitere Arbeiten stammen unter anderem aus Museen in Weimar, Leipzig und Chemnitz. Erstmals gezeigt werden erotische Zeichnungen aus den Jahren 1910 bis 1919.
Begleitet wird die Schau von zwei Vorträgen unter anderem zu Klingers Wirken in Thüringen. Ergänzend ist in Apolda außerdem eine Auswahl von Frühwerken des Expressionisten Wilhelm Lehmbruck (1881- 1919) zu sehen.
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