| Künstler wollen Alltags-Inszenierungen entlarven |
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| Samstag, 11. September 2010 um 08:20 Uhr | ||
Heidelberg (dpa/lsw) - Im Heidelberger Kunstverein ist am Freitagabend unter großem Besucherandrang die erste Ausstellung der Theateraktionskünstler «Rimini Protokoll» eröffnet worden. In der umgebauten Ausstellungshalle zeigen die Künstler noch bis zum 21. November Installations- und Flashmob-Videos vergangener Projekte.
Auf einer riesigen Leinwand stellten sie zugleich über 50 mögliche Projekte vor, die das international mehrfach ausgezeichnete Künstlertrio in Zukunft als Neudimensionierung von Theater angehen könnte. So gibt es die Idee, eine Nachrichtensendung zu produzieren, bei denen die Sprecher bei besonders fürchterlichen Berichten anfangen zu weinen und das Gezeigte emotional kommentieren.
Die studierten Theaterwissenschaftler Helgard Haug, Stefan Kaegi und Daniel Wetzel lassen seit zehn Jahren mit Laienschauspielern Theater und Realität miteinander verschmelzen und wollen damit Alltags-Inszenierungen entlarven. 2009 ließen sie auf dem Höhepunkt der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise im Züricher Schauspielhaus 8000 Heuschrecken in einem Terrarium als Gegenentwurf zur menschlichen Parallelwelt vor sich hinvegetieren.
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