| Besuchermagnet Tag des offenen Denkmals |
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| Montag, 13. September 2010 um 06:40 Uhr | ||
Wiesbaden/Hanau (dpa/lhe) - Alt ist attraktiv: Der Tag des offenen Denkmals erwies sich auch in diesem Jahr als Besuchermagnet. Die Veranstalter in Hessen rechneten am Sonntag nach vorläufigen Zahlen mit mehr als 130 000 Besuchern, deutlich mehr als 2009. «Es ist super gut angelaufen, weil das Wetter mitspielt», sagte eine Sprecherin des Landesamts für Denkmalpflege in Wiesbaden. Der in diesem Jahr zum 20. Mal organisierte Tag erfreue sich zunehmender Beliebtheit.
Zu dem Aktionstag unter dem Motto «Kultur in Bewegung - Handel, Reisen, Verkehr» präsentierten sich landesweit etwa 500 Einrichtungen. Darunter waren in diesem Jahr besonders viele Wander-, Pilger-, Höhen- und Wirtschaftswege. So wurden im Rheingau-Taunus- Kreis Wanderungen entlang des Leinpfades zwischen Eltville und Walluf angeboten. In Mittelhessen konnte die alte Handelsstraße von Grünberg nach Kirtorf neu entdeckt werden. Außerdem standen alte Bahnhöfe, Flughäfen, Stadttore, Häfen, Grenzanlagen und Poststationen zur Besichtigung offen.
Kunstministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) hatte am Samstag in Hanau den Tag des offenen Denkmals 2010 für Hessen eröffnet. Vor etwa 200 Gästen würdigte sie die Veranstaltung als große Erfolgsgeschichte. «Das enorme Interesse der Bürger zeigt, dass Menschen Geschichte brauchen und zutiefst mit ihr verbunden sind.»
In Deutschland war Hessen 1990 das erste Bundesland, das einen Tag des offenen Denkmals organisierte. Ein Jahr zuvor hatte der Landtag einen entsprechenden Entschluss verabschiedet. Ganz Deutschland nahm erstmals 1993 daran teil. Damals wurden rund zwei Millionen Besucher gezählt, inzwischen sind es weit über fünf Millionen. Seither koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Sitz in Bonn die bundesweiten Aktionen. In Hessen liegt die Verantwortung beim Landesamt für Denkmalpflege.
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