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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Heimatmuseen: Statt Mief lebendige Erinnerungen Gespräch: Gudrun Janicke, dpa PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 15. September 2010 um 06:13 Uhr

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Sie zeigen altes Spielzeug oder bieten Besuchern Wissenswertes zur Regionalgeschichte: Heimatmuseen sind aus Brandenburg nicht wegzudenken. Statt jahrzehntelangem Mief stecken sie nach Expertenmeinung voll lebendiger Erinnerungen.

 

Potsdam (dpa/bb) - Von Ansichtspostkarten über mittelalterliche Rüstungen bis zu Zeugnissen der ersten Besiedlungen: Brandenburger Heimatmuseen bieten einen ungeheuren Schatz. «Sie sind wichtige Identifikationsorte für die Menschen in Städten und Dörfern», sagte die Geschäftsführerin des Museumsverbandes Brandenburg, Susanne Köstering, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Heimatmuseen bewahrten regionale Geschichte und könnten den Menschen helfen, ihre Identität zu finden. «Hier gibt es Authentizität pur. Mit einem Null-Acht-Fünfzehn-Rundumschlag durch die Geschichte lockt man heute niemanden mehr hinter dem Ofen hervor.»

 

Im Land gibt es insgesamt rund 400 Museen, von denen etwa 120 hauptamtlich geleitet werden. Der Museumsverband hat 270 Mitglieder. Im Durchschnitt zählen den Angaben zufolge hauptamtliche Einrichtungen etwa 5000 Besucher im Jahr. Große Museen wie Schloss Potsdam-Sanssouci oder die Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen kommen auf mehrere Hunderttausend.

 

Bedenken, dass in Heimatmuseen nur mit erhobenem Zeigefinger angestaubtes Wissen vermittelt werde und jahrzehntelanger Mief durch die Räume ziehe, könnten leicht ausgeräumt werden, sagte Köstering. «Das altertümliche Bild hat eher etwas damit zu tun, dass es sich um langsame Institutionen handelt.» Aber gerade kleine Einrichtungen hätten neben den großen und berühmten Häusern eine Nische gefunden. «Über Besuchermangel kann auch in Zeiten von Internet und modernen Medien nicht geklagt werden», betonte sie.

 

«Die Sammlungen verändern sich laufend, sprechen Jung und Alt an», sagte die Geschäftsführerin. «Wir gehen immer mehr weg vom Bewahren und der Zurschaustellung alter Gerätschäften, die eine vermeintlich gute Zeit aufleben lassen.» Vor allem die echten Geschichten aus der Region seien gefragt und ihre Einordnung in die globale Welt. Hier zeige sich die ganze Welt in einem Wassertropfen.

 

In den alten Industriestandorten wie Luckenwalde oder Brandenburg/Havel hätten sich die Einrichtungen nach der Wende neuen Aufgaben stellen müssen. «Durch den Zusammenbruch ganzer Industriezweige und durch den Verlust von Arbeitgebern mussten sich die Menschen wieder ihre Identität suchen», sagte die Expertin.

 

«Besucher wollen heute etwas über die vergangene Arbeitskultur erfahren. Kinder und Jugendliche sollen sehen, wie und wo noch vor wenigen Jahren Eltern oder Großeltern gearbeitet haben», sagte Köstering. Sie lernten das an konkreten Gegenständen und anhand originaler Zeugnisse. Aber auch für ehemalige Bewohner der Orte oder erst in jüngster Zeit Zugereiste böten Heimatmuseen einen authentischen Blick in die ferne und nahe Vergangenheit.

 

Die Häuser suchten die Bindung zum Publikum, sagte Köstering. Große Resonanz finden nach ihren Angaben Aktionen, bei denen Privatleute ihre Sammlungen vorstellen. «Da wird Erstaunliches präsentiert und ein Hobby auf außergewöhnliche Weise anerkannt.» Das Spektrum der Sammlungen reiche von historischen Puppen oder Spielzeug über Grafiken bis zu Dokumenten zur regionalen Geschichte.

 

Heute sammelten die Museen nicht mehr in dem Umfang wie in der Vergangenheit. Man wolle sich nicht verzetteln, betonte Köstering. Es gehe mehr um die Bewahrung und die thematische Neuordnung der Bestände. In vielen Häusern lohne der Blick ins Depots. «Dort lagern noch viele Schätze».

 

 

http://www.museen-brandenburg.de

 



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