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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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Kunst & Kultur

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Stuth: Bis zum Letzten gegen Schließungen kämpfen Interview: Jenny Tobien PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 15. September 2010 um 06:13 Uhr

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Hamburg (dpa/lno) - Die Eingewöhnungsphase ist kurz, zu dringend sind die Großbaustellen in Hamburgs Kulturlandschaft. Reinhard Stuth (CDU) ist seit knapp drei Wochen neuer Kultursenator der Hansestadt. Im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa spricht der 53-Jährige über das Mammutprojekt Elbphilharmonie, Sparzwänge und über seinen zweiten Anlauf in der Kulturbehörde.

 

Das Prestigeprojekt Elbphilharmonie sorgt immer wieder für neue Hiobs-Botschaften. Von anfänglich 77 Millionen Euro, die im Rahmen einer Machbarkeitsstudie ermittelt worden sind, stieg die finanzielle Beteiligung der Stadt auf 323 Millionen Euro. Die Baufirma Hochtief hat die Übergabe auf Ende 2012 verschoben. Bleibt es denn jetzt bei dem Zeitplan oder kommt es wieder zu Verzögerungen?

 

Stuth: «Das hängt ganz an den technischen und baulichen Fähigkeiten des Baukonzerns Hochtief. Wir können das nicht abschließend beurteilen, weil Hochtief sich weigert, uns den neuen Terminplan zu geben. Wir haben also gar keine Möglichkeit, die Aussage über Zeitpläne zu überprüfen. Generell gibt es bei der Elbphilharmonie drei große Aspekte: Qualität, Kosten und Termine. Für mich liegt die Prioriät bei der Qualität und den Kosten, sie sind viel wichtiger als der Zeitplan. Und was die Kosten betrifft: Die Summe von 323 Millionen hat seit dem letzten Kostennachtrag von 2008 bis heute Gültigkeit.

 

Bei den gegenseitigen Schuldzuweisungen sind die Fronten verhärtet, wie treten Sie Hochtief gegenüber?

 

«Diese Verzögerung fällt nach der Einschätzung unserer Fachleute ganz weitgehend in die Verantwortung von Hochtief. Der Konzern muss pro Tag Verzögerung 200 000 Euro zahlen, das ist gedeckelt auf maximal 40 Millionen Euro. Wir werden da sehr hart verhandeln und keine Rabatte geben. Und wenn Hochtief berechtigten Erwartungen nicht entspricht, dann gehen wir notfalls auch vor Gericht.»

 

Vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss, der die Ursachen für Kostenexplosion und Bauverzögerung untersuchen will, hat der Ex- Manager der städtischen Realisierungsgesellschaft, Hartmut Wegener, schwere Vorwürfe gegen Sie erhoben: Demnach sollen Sie in ihrer früheren Funktion als Staatsrat der Kulturbehörde, gemeinsam mit ihrer Vorgängerin, Senatorin Karin von Welck, die Bürgerschaft falsch informiert haben. Was sagen Sie zu den Anschuldigungen?

 

Stuth: «Es gehört nicht viel Fantasie dazu, dass ich diese Vorwürfe nicht teile. Da ich aber selbst noch vor den Untersuchungsausschuss geladen werde, möchte ich mich auch nur dort äußern.»

 

In der kommenden Woche will der Senat die größten Einsparungen in der Geschichte der Hansestadt beschließen. Der Doppelhaushalt 2011/2012 soll jährlich um rund 560 Millionen Euro entlastet werden. Wo muss gekürzt werden, wird es Schließungen von Theatern oder Museen geben?

 

Stuth: «Ich werde bis zum Letzten kämpfen, dass wir keine der großen Einrichtungen verlieren. Eine Schließung des Schauspielhauses beispielsweise hielte ich für einen so riesigen Verlust, den wir auch in Zukunft - wenn es Hamburg in Sachen Steuereinnahmen wieder besser gehen sollte - nicht korrigieren könnten.»

 

Wie kann bei den Museen gespart werden. Über Umstrukturierungen, oder müssen sich die Besucher gar auf höhere Eintrittspreise einstellen?

 

Stuth: «Die Museumsdirektoren müssen selbst entscheiden, ob sie zu allererst an Einnahmeverbesserungen, an Leistungseinschränkungen oder an Teilschließungen denken. Was die vier stadtgeschichtlichen Museen - Altonaer Museum, Hamburgmuseum, Helms-Museum und Museum für Arbeit - betrifft, sind Umstrukturierungen sinnvoll. Teilweise sind Sammlungen, die zusammengehören - etwa im maritimen Bereich - auf verschiedene Häuser verteilt. Aber auch viele Dinge hinter den Kulissen sollen sinnvollerweise aus einem Guss gemacht werden, von den Depots über die Buchhaltung, bis zur Museumspädagogik.»

 

Wie kann Hamburg, was die Kultur betrifft, bei den Sparzwängen bundesweit konkurrenzfähig bleiben?

 

Stuth: «Würden wir auch nur einen Teil der Mittel vom Bund erhalten, die Berlin bekommt, oder sogar auch Bonn, dann würde Hamburg im europäischen Vergleich zweifellos weit vorn liegen. Leider finanzieren wir mehr für den Bund, als wir zurückbekommen. Doch auch ohne diese Hilfe genießen viele Hamburger Kultur-Einrichtungen ein hohes internationales Ansehen. Mit dem Ballett spielen wir etwa in Europa in der obersten Liga mit, die Oper hat ein hervorragendes Renomee und das Thalia-Theater wird mit Preisen geradezu überhäuft. Leider bleibt die Wahrnehmung der Kunsthalle und die des Schauspielhauses mitunter hinter deren realer Qualität zurück.»

 

Als Kulturstaatsrat wurden Sie im Mai 2009 in den vorzeitigen Ruhestand versetzt. Es hieß, es habe Probleme im persönlichen Umgang mit den Mitarbeitern gegeben. Haben Sie aus diesen Erfahrungen etwas mitgenommen für Ihren zweiten Start in der Kulturbehörde?

 

Stuth: «Ich lege großen Wert auf ein enges und gutes Verhältnis zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Auf die Vergangenheit will ich jetzt nicht zurückblicken. Vielmehr komme ich in einer neuen Rolle in dieses Haus und gehe offen auf die Mitarbeiter zu.»

 

Die nächsten Bürgerschaftswahlen sind schon im Frühjahr 2012. Welche persönlichen Akzente wollen Sie in den eineinhalb Jahren setzen?

 

Stuth: «Ein wichtiges Thema ist für mich der Denkmalschutz. Mich betrübt es, zu sehen, wie Hamburg nicht nur über die Jahre und Jahrzehnte, sondern über die Jahrhunderte mit seiner baulichen Tradition umgegangen ist. Bei der Abwägung zwischen Geschäftstüchtigkeit und Wahrung des kulturellen Erbes wurde zu oft das Erstere gewählt. Entscheidungen zwischen Gemeinwohlinteressen und privaten Interessen sollen künftig besser geprüft werden.»

 

Welche kulturellen Angebote genießen Sie als Privatmensch?

 

Stuth: «Ich lese sehr viel außereuropäische Literatur, in letzter Zeit habe ich mich intensiv mit indischer Literatur beschäftigt. Jetzt bin ich gerade auf der russischen Welle. Außerdem gehe ich gern in Konzerte und liebe modernen Tanz. Für einen Abend mit afrikanischem Tanz auf Kampnagel lasse ich jede Sitzung sausen.»

 

 



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