| Renaissance am Rhein im Bonner Landesmuseum |
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| Mittwoch, 15. September 2010 um 06:13 Uhr | ||
Bonn (dpa) - Die Ausstellungsstücke kommen aus Paris, Wien und London, von der Mosel und natürlich vom Rhein. 350 Exponate von mehr als 120 Leihgebern bieten dem Betrachter einen neuen Einblick in eine Zeit des Auf- und Umbruchs: «Renaissance am Rhein» ist der Titel der Ausstellung im Rheinischen Landesmuseum Bonn, die von Donnerstag an bis zum 6. Februar 2011 gezeigt wird. «Im 16. Jahrhundert war das Rheinland ein Zentralland in Europa», sagte Kurator Lothar Altringer am Dienstag. Die Ausstellung zeigt die Länder am Rhein im europäischen Kontext und thematisiert die Konflikte und Kriege dieser Zeit.
In ihrer Zusammenstellung und Präsentation ist die Bonner Ausstellung einzigartig. Gleich zu Beginn steht da die Original- Rüstung Kaiser Karls V. «So wie sie gefertigt ist, ist das der Rolls Royce unter den damaligen Rüstungen gewesen», sagte Altringer. Faszinierend auch die Mercator-Karte, die Köln aus der Vogelperspektive zeigt. Die Museumsleute haben den Plan in einen PC übertragen und mit einer modernen Luftbildaufnahme Kölns unterlegt. So zeigt sich die verblüffende Genauigkeit der Karte aus dem 16. Jahrhundert.
Ein echter Hingucker ist der 1535 aus Eichenholz gefertigte Handtuchhalter mit Liebespaar von Arnt van Tricht. Er zeigt eine verheiratete Frau, die von einem Mann in eindeutiger Absicht umworben wird. Verbunden mit der Aufforderung, seine Hände rein zu halten, warnt das Relief vor Ehebruch.
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