| Stadt bekommt wertvollen Prunkbecher zurück |
|
|
|
| Donnerstag, 16. September 2010 um 09:43 Uhr | ||
Dessau-Roßlau (dpa/sa) - Ein wertvoller Prunkbecher aus der Zeit um 1700 kehrt nach Dessau zurück. Das 22 Zentimeter hohe und über ein Kilogramm schwere Gefäß aus der ehemaligen fürstlichen Silberkammer des Hauses Anhalt wurde von der Stadt Dessau-Roßlau zurückgekauft und soll vom 22. September an in der Dauerausstellung «Schauplatz vernünftiger Menschen. Kultur und Geschichte in Anhalt Dessau» im Stadtgeschichtlichen Museum zu sehen sein. Nach Angaben der Stadt kamen die Kulturstiftung der Länder, das Land Sachsen-Anhalt, die Ernst von Siemens Kunststiftung und ein privater Förderer für den Kauf des 120 000 Euro teuren Bechers vom Bremer Kunsthaus «Galerie Neuse» auf.
Der Prunkbecher aus Silber gilt als ein Hauptwerk der Dessauer Goldschmiedekunst des Barock und stammt von einem unbekannten Meister mit den Initialen ICG. Er ist ein wichtiges Stück Dessauer Zeitgeschichte. Zwar zählte die Stadt nicht zu den großen Zentren der Gold- und Silberschmiedekunst, dennoch verfügten die dortigen Handwerker über große Fähigkeiten. Vor allem der Dessauer Hof unter Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau (1676-1747) erteilte aus Repräsentationsgründen zahlreiche Aufträge, wie die Kulturstiftung mitteilte.
|
























































