| Design-Sammlung für neues Bauhaus-Museum |
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| Donnerstag, 16. September 2010 um 09:43 Uhr | ||
Weimar (dpa/th) - Die Weimarer Klassik Stiftung kauft für knapp vier Millionen Euro eine Design-Sammlung für das geplante neue Bauhaus-Museum. Der Wert der rund 1500 Stücke, die der Berliner Sammler Manfred Ludewig zusammengetragen hat, werde mit 10,5 Millionen Euro wesentlich höher eingeschätzt, teilte das Kultusministerium am Mittwoch in Erfurt mit. Die Klassik Stiftung zahlt 2,9 Millionen Euro, die Ernst von Siemens Kunststiftung steuert 550 000 Euro und die Kulturstiftung der Länder 500 000 Euro bei.
Zu der Sammlung gehören neben Möbeln, Metallarbeiten, Keramik und Porzellan auch typographische Arbeiten. Darunter sind Stücke von Gerrit Rietveld der niederländischen Künstlergruppe De Stijl, die das Bauhaus Weimar beeinflusst hat. Mehr als 20 Stahlrohrobjekte zeigen die Arbeit von Bauhauskünstler Marcel Breuer und seinen Schülern.
Weitere Werkgruppen, darunter von Wilhelm Wagenfeld, dokumentieren nach Angaben der Klassik Stiftung den Übergang zum Industrie-Design. Die Bauhaus-Kunstschule war 1919 von Walter Gropius in Weimar gegründet worden. Auf Druck von reaktionären Kräften zog sie 1925 nach Dessau um. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 löste sie sich auf. Viele Künstler flohen ins Ausland.
Das neue Bauhaus-Museum soll spätestens zum 100. Jahrestag der Designschule 2019 stehen. Im Moment wird noch nach einem geeigneten Platz gesucht. Eine Expertenkommission hatte im Juni einen Neubau im Weimarhallenpark empfohlen. Dies wird auch von der Stadt favorisiert. Die Klassik Stiftung hatte sich dagegen für einen Neubau am jetzigen Museumsstandort ausgesprochen. In dem bestehenden umgebauten Kulissenhaus des Theaters kann die Sammlung nur unzureichend präsentiert werden. Die Kosten für den Neubau werden auf rund 22 Millionen Euro veranschlagt.
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