| Kunstmappe zum Jubiläum 20 Jahre Freistaat Sachsen |
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| Donnerstag, 16. September 2010 um 09:43 Uhr | ||
Dresden (dpa/sn) - Sachsen feiert die Neugründung des Freistaates vor 20 Jahren kunstvoll. Zum Jubiläum entstand eine Kunstmappe mit Werken von 20 zeitgenössischen Künstlern. Am Mittwoch wurden die ersten Teile davon im Beisein von Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) von einigen Künstlern signiert. Der Kunstfonds des Freistaates hatte die Arbeiten in den vergangenen Jahren angekauft. 200 Mappen sollen nun Menschen überreicht werden, die sich in besonderer Weise um die Entwicklung Sachsens seit 1990 verdient machten. Die Kunstmappe enthält auch ein Werk des Leipziger Malers Neo Rauch. Vorwiegend sind aber junge Künstler vertreten, darunter Martin Borowski, Claudia Angelmaier, Stella Hamberg und Steve Viezens.
Tillich nutzte die Begegnung mit den Künstlern zu einem Bekenntnis zur Moderne. Es gehe nicht darum, nur die Alten Meister zu ehren. «Das Image Dresdens allein auf den Barock zu reduzieren, ist falsch», sagte der Politiker. Die Kreativität Sachsens drücke sich nicht nur im Ingenieurwesen aus, sondern schon immer auch in der Kunst. «Ich habe ausschließlich moderne Kunst in meinen Räumen», betonte Tillich und erinnerte an die großformatige Arbeit «Lobby II» von Martin Borowski. Auch eine Fotocollage von Adrian Sauer, dem Stiefsohn von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), hängt in Tillichs Amtsräumen. Der Regierungschef lässt die Werke von Zeit zu Zeit auswechseln.
Die Mappe enthält zudem Informationen zum Kunstfonds Sachsen. Er wurde 1990 gegründet und hatte zu DDR-Zeiten einen Vorläufer - das Büro für Bildende Kunst beim Rat des Bezirkes Dresden. Im Bestand befinden sich deshalb auch Werke aus der Zeit vor dem Mauerfall. Insgesamt besitzt der Fonds etwa 25 000 Arbeiten - rund 1000 wurden seit 1992 angekauft. Dafür standen zuletzt jährlich etwa 160 000 Euro bereit. Nach Angaben von Leiterin Silke Wagler sollen junge Künstler mit gezielten Ankäufen zu ihrem Schaffen ermutigt werden. Die von Neo Rauch für die Mappe ausgewählte Arbeit «Die große Störung» war 1995 erworben worden - als der Meister noch weitgehend unbekannt und seine Werke somit bezahlbar waren.
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