| «Eat Art» zeigt kunstvolle Essensreste |
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| Freitag, 17. September 2010 um 06:46 Uhr | ||
Stuttgart (dpa/lsw) - Können in die Jahre gekommene Essensreste Kunst sein - oder sind sie einfach nur eklig? Über diese Frage können Kunstfreunde von diesem Samstag (18.9.) an bei der Ausstellung «Eat Art» in Stuttgart trefflich streiten. Das Kunstmuseum zeigt bis zum 9. Januar Skurriles und Originelles rund ums Thema Lebensmittel. Bei der Eröffnung am Freitag soll nach Angaben der Organisatoren vom Donnerstag eine gesamte Küche in Rotation versetzt werden, bis Lebensmittel, Gewürze und Teller durcheinanderwirbeln.
Gezeigt werden Installationen, Filme und Objekte. Auch Joseph Beuys (1921-1986), Roy Lichtenstein (1923-1997) und Gordon Matta- Clark (1943-1978) befassten sich mit den existenziellen wie sinnlichen Aspekten des Essens und Kochens.
Die sogenannte «Eat Art» - Kunst mit und aus Essbarem - hat ihren Ursprung in der Schweiz. Der schweizer Künstler Dieter Roth hatte in den 60er Jahren begonnen, Lebensmittel wie Wurst, Schokolade und Anis als Material für seine Objekte zu verwenden. Zeitgleich fixierte sein Landsmann Daniel Spoerri Essenreste auf einem Träger und hängte sie an die Wand. Er prägte auch den Kunstbegriff «Eat Art».
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