| Wertvolles Soreau-Stillleben für Hanauer Museum |
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| Freitag, 17. September 2010 um 06:46 Uhr | ||
Hanau/Berlin (dpa/lhe) - Das Historische Museum Hanau auf Schloss Philippsruhe ist um ein wertvolles Gemälde reicher. Für 220 000 Euro erwarb das Haus ein im Jahr 1645 entstandenes Stillleben des Malers Isaak Soreau, der ein Sohn der Stadt ist. Auf seinem Werk mit dem Titel «Früchtekörbe, Früchteschale, Porzellankumme, Blumenvase mit Nelken und Gemüse» hat Soreau (1604, gestorben nach 1645) einen reich gedeckten Tisch verewigt. Wie eine Sprecherin am Donnerstag mitteilte, ist das Gemälde noch in Privatbesitz in Bayern und soll im Oktober dem Museum übergeben werden. Soreaus Vater war aus Flandern nach Hanau gekommen.
Das signierte und datierte Bild gilt nach Angaben der Kulturstiftung der Länder in Berlin als letztes Werk, das definitiv aus Soreaus Pinsel stammt. Das Gemälde gilt als die bedeutendste Erwerbung des Hanauer Museums in den vergangenen Jahren, da es ein «Schlüsselwerk» des Künstlers und der Stilllebenmalerei des 17. Jahrhunderts darstellt. Unterstützt wurde der Ankauf den Angaben nach von der Kulturstiftung der Länder, der Hessischen Kulturstiftung, der Stiftung der Sparkasse Hanau, der Stadt Hanau sowie von Privatleuten.
Isaak Soreau ist Sohn des Malers Daniel Soreau und Zwillingsbruder von Peter Soreau, ebenfalls ein Stilllebenmaler. Der Vater kam aus Flandern nach Hanau und gründete dort eine Kunstschule, in der er unter anderem seine Söhne unterrichtete. Die Schule war auch prägend für die deutsche Stilllebenmalerai des 17. Jahrhunderts.
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